Die achtjährige Sonja fand's herrlich. "Weil da so ein schöner Auslauf ist", antwortete sie auf die Frage, warum das Schlittschuhlaufen auf dem See so schön sei. Schon im zarten Alter von drei Jahren habe sie gelernt, auf den Kufen zu stehen, verriet das Mädchen aus Reumannswind. Sie war mit ihrem Bruder Alexander und dessen Freund Pascal zum "Eiszauber" auf dem Weingartsgreuther Schlossweiher gekommen.

Kinderwagen auf dem Eis


Idyllisch vor der Kulisse des Schlosses gelegen, war er bei herrlichstem Sonnenschein am Wochenende das Ziel vieler Freizeitsportler. Gut 30 Zentimeter dick war die Eisschicht nach Aussage der Veranstalter. Auf der riesigen Eislauffläche konnte jeder seinem eigenen Eisvergnügen nachgehen: Schlittschuh laufen, Eishockey spielen, Schlitten fahren, ja sogar mit dem Kinderwagen konnte man aufs Eis gehen.

"Es ist ideal", sagte auch Stefan Christel, der mit Tochter Laura das Schlittschuhvergnügen am Weingartsgreuther Schlossweiher genoss. Man habe keine langen Anfahrtswege und die Kinder würden auf viele Schulfreunde treffen.

Besonders angenehm fand der Wachenrother, dass es - anders als in einer Eishalle - viel Platz für alle gebe: Für die Kleinen, die ihre ersten Versuche auf dem Eis machen, für Eishockey und auch für die Eisstockspieler, die am Sonntag ihrem winterlichen Vergnügen nachgingen.

Bratwürste und Glühwein


Auch die Eisfläche befand Stefan Christel für sehr gut: "Das Eis ist überhaupt nicht holprig", berichtete er. Wichtig war den Besuchern auch, dass das Eisvergnügen mit einem Stand "bewirtschaftet" wurde.

Bratwurst- und Glühweinduft lagen in der Luft und zum Kaffee gab es von der Dorfgemeinschaft selbst gebackene Kuchen. Auf die Beine gestellt hat den Spaß der Gartenbauverein Weingartsgreuth-Horbach.

Schon zum dritten Mal, wie dessen Vorsitzender Detlef von Witzleben mitteilte. Der Vereinschef stand selbst hinter der Theke und bewirtete die Gäste. Mit dem Besuch am Samstagnachmittag zeigte sich von Witzleben schon zufrieden. Für den Sonntagnachmittag wurden jedoch wesentlich mehr Besucher erwartet.

"Es ist wie in einem alten Heimatfilm", schwärmte Walter Jakob, Teichwirt und Pächter des Weihers. "Einfach schön und alle sind glücklich!" Er rate auch seinen Kollegen, auf den Weihern ohne Fischbesatz Wintersport zuzulassen.