Beim Baumaufstellen auf der Kerwa in Gremsdorf gab es zunächst ein Hindernis zu beseitigen: Das Auto, das über dem Loch für die Fichte geparkt war, um es vor bösen Buben zu schützen. Keine Spur vom Ortsburschen, dem der Wagen gehört. "Unser Pechvogel", sagte einer grinsend.

Als schließlich der Autoschlüssel herbeigeschafft war, zeigten die Burschen, was sie können. Der Baum, mit einer Höhe von 27,3 Metern wurde ziemlich schnell aufgestellt, unter Anleitung erfahrener Älterer natürlich.


Kinder stemmten ihren Baum

Hinter den Kindern zurückstehen wollten sie natürlich auch nicht. Denn den "Kinderbaum" hatten die Kleinen ruckzuck aufgestellt. Sie waren auch so zahlreich heuer wie schon lange nicht. Zum Glück reichten die Brezeln, die Bürgermeister Norbert Walter als Dankeschön für den fleißigen Nachwuchs besorgt hatte.

"Warum sollen die Kinder leer ausgehen?", sagte Walter. Und die Kleinen ließen es sich auch gerne schmecken. Auch die erwachsenen Kerwasburschen bekamen eine Stärkung spendiert. Wie immer vor dem Einholen des Kerwabaams am Vormittag gab es eine kräftige Brotzeit.


Der Förster half mit

Kleine Anekdote am Rande des Baumeinholens: Die Fichte hat heuer der Förster geschlagen, nicht die Burschen selbst. Im vergangenen Jahr mussten nämlich insgesamt drei Bäume fallen, bis der letzte dann brauchbar war. Dieses Risiko wollte man heuer nicht noch einmal eingehen. Nächstes Jahr werde es aber wieder anders, waren die Ortsburschen überzeugt.


Erster Auftritt der Bläserjugend

Einen besonderen Leckerbissen hatte die Blaskapelle Gremsdorf für die Besucher des Seniorennachmittags, der das Kerwaprogramm am Samstag einläutete: Zum von der Gemeinde spendierten Kaffee und Kuchen spielte die Gremsdorfer Bläserjugend, die seit rund einem halben Jahr besteht. Es war ihr erster öffentlicher Auftritt in dieser Formation und sie machten ihre Sache gut. Der Beifall der Gäste war nicht zu überhören.