Elke Seeler, Corina Lengenfelder und Heike Reinersmann waren mit dem ersten Flohmarkt in der Wolfenäcker Straße mehr als zufrieden: "Das wird ausgebaut", ist sich Elke Seeler als Initiatorin sicher. Denn viele signalisierten ihr Interesse, hatten aber gerade an diesem Tag keine Zeit.

So waren an diesem Flohmarkt-Testlauf zunächst nur die Anwohner der Wolfenäcker Straße beteiligt, wurden per Wurfzettel angefragt und meldeten ihr Interesse.

Neun Anwohner öffneten Garagen und Gärten, präsentierten Tand und Tinnef und vieles, was sich im Lauf der Zeit eben so ansammelt, dem interessierten Publikum auf großen Tischen und in Kisten.
Für Anja Köhler und Christian Schuh kam der Flohmarkt gerade richtig, das Paar will in Kürze umziehen und ist über jedes Teil froh, mit dem sie ihren Besitz reduzieren können.

Ein rosa Prinzessinnenschloss und ein Tisch mit Geschirr wiesen den Weg in einen Garten, in dem der geklinkerte Weg unter Büschen und Bäumen entlang führte. Er war gesäumt von Tischen, auf denen Christiane Mucha gemeinsam mit ihrer Nachbarin Waltraud Fröde und deren Enkelin Viktoria alles versammelt hatten, was sie gerne verkaufen würden. "Je älter man wird, umso weniger braucht man", konstatierte Waltraud Fröde. Christiane Mucha schätzte es, dass dieser Straßenflohmarkt direkt am Haus so fast ohne Aufwand zu stemmen war.
Eine bunte Magnettafel wies den Weg zur Garage von Barbara Zips: "Ich habe einfach die Garage gekehrt und aufgemacht", sagte die Frau, die froh darüber war, dass sie schon vor zwei Wochen auf dem Dachboden war, alles sortiert und nach unten getragen hatte: "Jetzt wäre die Hitze dort oben kaum auszuhalten".

Immer wieder schlenderten Pärchen die Wolfenäcker Straße entlang, manchmal auch größere Familien. Sie guckten, stöberten und kauften: "Guck mal, Mama, das ist was für dich!", rief ein Kind und hält eine Kette hoch.
Ob Anziehsachen für Kleinkinder oder Kuriositäten, wie uralte Milch- und Zuckerkännchen: Vieles fand zum kleinen Preis einen neuen Besitzer. "Wir verschenken die Sachen quasi, Hauptsache, sie sind weg", beschrieb Corina Lengenfelder die Angebote. Die schnellsten Trödler klingelten bereits morgens halb neun und fragten nach Uhren und Schmuck, berichtete Elke Seeler. Der Straßenflohmarkt durfte offiziell erst um 11 beginnen, nach der Kirchenruhezeit.

Der nächste Straßenflohmarkt in der Wolfenäcker Straße soll sich dann über das ganze Wohngebiet erstrecken, Interessenten gibt es jedenfalls genug, sagte die Initiatorin.