Ein Ortstermin des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD), des Landratsamts Neustadt/Aisch-Bad Windsheim mit Bürgermeister Werner Stöcker (CSU) und Städteplaner Frieder Müller-Maatsch brachte keine Antwort. Zwar befand sich offensichtlich einmal eine Öffnung in der Mauer - senkrechte Linien sind eindeutig zu erkennen, für einen bogenförmigen Abschluss oben sahen die Vertreter der Denkmalpflege keinen Beweis - doch ob das etwas mit einer alten Kapelle zu tun hat oder andere Ursachen, da wollte sich niemand festlegen.

Alles lassen, wie es ist


Armin Gackstetter vom Landratsamt sieht sich nach eigenen Worten mit dem Gebietsreferenten des BLfD, Tobias Lange, einer Meinung: "Man sollte das Vorgefundene lassen, wie es ist und kann sich seine Vorstellungen dazu bilden. Auf keinen Fall sollen laienhafte Maßnahmen ergriffen werden. Sonst könnte es gehen wie bei vielen archäologischen Funden schon geschehen ist: Wenn es doch wertvolle Bausubstanz gibt, wird die zerstört."
Stöcker zeigte sich ein wenig enttäuscht, blieb aber dennoch guten Mutes. "Immerhin, bewiesen ist nichts", sagte er. Er will die Sache auf jeden Fall im Auge behalten.
"Vielleicht kommt ja doch noch eine gute Idee, wie wir die Herkunft dieser Öffnung aufklären können." Fürs Erste soll nun das Augenmerk auf die Fertigstellung des Kirchenweges und die Abdeckung der unter Denkmalschutz stehenden Mauer gegen Regen und andere Witterungseinflüsse gerichtet werden.
Stöcker erklärt schmunzelnd: "Nachdem inzwischen über diese geheimnisvolle Öffnung schon ein paar Jahrhunderte vergangen sind, kommt es mit der Lösung auf einige Jahre mehr oder weniger auch nicht mehr an."