Die CSU-Fraktion im Lonnerstadter Gemeinderat sieht offenbar weiteren Klärungsbedarf in Sachen Vereinsförderung. Auf der Tagesordnung der Sitzung am kommenden Montag findet sich ein dementsprechender Antrag.

Darin fordert die CSU-Fraktion laut Sitzungsunterlagen "Akteneinsicht in alle existierenden Pachtverträge mit den Vereinen in Lonnerstadt und den Ortsteilen".

Damit steht fest, dass die bisherige Methode, wie Vereine von der Kommune unterstützt werden, die kommende Gemeinderatssitzung prägen wird.

Zum einen hatte Bürgermeisterin Regina Bruckmann (FW) angekündigt, die Gemeinderäte über den Inhalt des Antwortschreibens der Rechtsaufsicht zu informieren. Wie sie auf Anfrage des Fränkischen Tags vorab mitteilte, könnten die Fachleute am Landratsamt keinen Rechtsbruch erkennen und würden damit ihre Sicht stützen.

Gemeinschaftshäuser im Fokus

Ein namentlich nur dem Landratsamt bekannter Beschwerdeführer hatte den Vorwurf erhoben, die Gemeinde verstoße gegen geltendes Recht und die "Business Conduct Guideline", eine Richtlinie, wie sie etwa in der Industrie gilt.

Im Speziellen geht es darum, dass die Gemeinde von den jeweiligen Dorfvereinen für die Nutzung zweier Immobilien kein Entgelt verlangt, zum einen das Gemeinschaftshaus im alten Schulhaus in Mailach sowie zum anderen das Hirtenhaus in Ailsbach. Letzteres wird zur Zeit vom Verein in Eigenleistung renoviert, mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde.

Nun verlangt die CSU die Offenlegung der Pachtverträge aller an Vereine überlassener Liegenschaften. Warum? Was steckt dahinter?

Keine Auskunft bei der CSU

Er könne dazu keine Auskunft geben, sagt Karl Blankenbühler, Vorsitzender der Lonnerstadter CSU, und verweist auf den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Giovanni Daniele. Dieser will sich gegenüber dem Fränkischen Tag vorab nicht zu den Beweggründen für die Forderung nach Akteneinsicht äußern. Alle nötigen Informationen würden am Montag in der Sitzung gegeben.

Weitere Themen in der Sitzung am Montag, 19 Uhr, im Schulungsraum der Feuerwehr Lonnerstadt: Schutz- und Hygienekonzept für (ebenjenes) ehemalige Schulhaus in Mailach, Tempolimit auf 30 Stundenkilometer, Bildung einer Arbeitsgruppe für Grundstücksverhandlungen, Bauantrag zu einem Anbau mit Lager, Aufenthaltsraum und Büro in Fetzelhofen.