Nach dem Unfall eines belgischen Reisebusses auf der A3 bei Höchstadt am frühen Mittwochmorgen (25. Januar 2023) gibt es Neuigkeiten zu den Insassen. Der Busfahrer und fünf Kinder der belgischen Schülergruppe waren bei dem Zusammenstoß mit einem abgestellten Verkehrssicherungsanhänger zwischen den Anschlussstellen Höchstadt-Nord und Schlüsselfeld leicht verletzt worden. Die restlichen Beteiligten kamen mit einem Schrecken davon.

In einer Pressemitteilung äußerte sich das BRK Erlangen nun darüber, wie es den Betroffenen - darunter rund 60 Schülerinnen und Schüler - in den Stunden nach dem Unfall ergangen ist.

Nach Reisebus-Unfall auf A3 bei Höchstadt: Einsatzkräfte fahren Kinder zur Adelsdorfer Aischgrundhalle 

Es war klar, dass die Bergung des verunfallten Busses längere Zeit dauern würde und dazu ein Kranwagen nötig war. Wie das BRK schildert, setzten die Einsatzkräfte die Kinder und Lehrkräfte zunächst in den zweiten Bus der Reisegruppe um, um sie vor dem Frieren zu bewahren. Nach gemeinsamer Absprache zwischen der Feuerwehr-Einsatzleitung, den Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Erlangen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst sei schließlich entschieden worden, die Betroffenen in die Aischgrundhalle in Adelsdorf zu bringen.

Also wurde der zweite Bus nach dem Unfall erst einmal vorsichtig zur Raststätte Steigerwald gefahren. Dort übernahmen Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr und des Roten Kreuzes einige Mitglieder der Schülergruppe und fuhren sie zur Aischgrundhalle. Auch die restlichen Jugendlichen gelangten mit dem Reisebus über die Landstraße schließlich nach Adelsdorf, heißt es weiter.

Die Schnelleinsatzgruppe des BRK Adelsdorf hatte dort bei der Ankunft der Gruppe bereits eine Betreuungsstelle eingerichtet: "So wurde ein Teil der Turnhalle mit Tischen und Stühlen versehen, Turnmatten als Schlafstellen ausgelegt", schildert das BRK die Situation vor Ort. Alle Beteiligten wurden demnach mit Tee, Kaffee und Mineralwasser sowie einem Frühstück mit Brötchen, Wurst, Käse und Nutella empfangen.

"Dankeschön": Belgische Schüler verabschieden sich von fränkischen Helfern mit rührender Geste

Während der zweite Bus seine Fahrt nach Belgien anschließend fortsetzte, verblieben die Kinder aus dem Unfallbus weiterhin in der Halle und wurden von den Einsatzkräften betreut, bis ein Ersatzbus des Reiseunternehmens eintraf. Das BRK Erlangen bedankt sich am Ende seiner Pressemitteilung bei allen an der Einsatzstelle beteiligten Behörden und Organisationen, mit denen man "in bester Weise" zusammengearbeitet habe, um sich zielgerichtet dem Unfall und den Folgen zu widmen.

Nicht das einzige "Dankeschön" an diesem Tag, denn vonseiten der belgischen Heranwachsenden kam es zu einer rührenden Geste: Die Schülerinnen und Schüler hinterließen den Einsatzkräften als Dank ein Plakat mit zahlreichen Unterschriften. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren sowie 25 Einsatzkräfte des BRK und der Johanniter im Einsatz. 

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