Am Donnerstagabend (19.01.2023) ereignete sich auf der A6 eine Auseinandersetzung zwischen zwei Autofahrern, bei der es mehrmals zu gefährlichen Fahrmanövern und schließlich einem Verkehrsunfall kam.

Was war geschehen?

Unfall auf A6 bei Nürnberg: Verkehrsrowdy gefährdet Familie

Ein 37-Jähriger aus der Region fuhr auf der A6 mit seinem blauen Toyota Picnic zwischen dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd und der Anschlussstelle Roth in Richtung Heilbronn. Hierbei fuhr er mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 bis 130 km/h auf dem mittleren Fahrstreifen, wie die Verkehrspolizei Feucht mitteilt.

Einem anderen Verkehrsteilnehmer, unterwegs mit einem roten Pkw Kombi, missfiel scheinbar die Fahrweise des Familienvaters. Der rote Pkw überholte über den rechten Fahrstreifen und zog anschließend nach ganz links, wo er seine Geschwindigkeit deutlich reduzierte.

Um den nun langsamer fahrenden Pkw nicht ebenfalls verbotswidrig rechts zu überholen, wechselte der Toyotafahrer auf den linken Fahrstreifen, hinter den roten Kombi. Dieser wechselte nun kurzzeitig auf den mittleren Fahrstreifen, gleich jedoch wieder zurück auf den linken. Auf Grund dieses Fahrmanövers betätigte der 37-Jährige seine Hupe, sowie seine Lichthupe. Nachdem der rote Pkw seine Geschwindigkeit weiter reduziert hatte und der Abstand zwischenzeitlich deutlich zu gering war, wich der 37-Jährige nach links aus, um ein Auffahren zu verhindern.

Familienvater fährt gegen Betonschutzwand

Der Vorausfahrende fuhr jedoch seinerseits nach links, woraufhin der Toyotafahrer stark nach rechts lenkte, dabei die Kontrolle über seinen Pkw verlor und ins Schleudern geriet. Der blaue Toyota drehte sich um 180 Grad und stieß mit dem Fahrzeugheck gegen die dortige Betonschutzwand. Das Fahrzeug kam schließlich, entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung, auf dem Seitenstreifen zum Stehen.

Der rote Pkw Kombi fuhr weiter, ohne seinen gesetzlichen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen. In Toyota befanden sich, neben dem Fahrer, dessen hochschwangere Ehefrau, seine zwei Kinder, sowie ein Freund der Familie. Die Anwesenden zeigten sich bei der Unfallaufnahme sichtlich über das Geschehene schockiert, wie die Polizei berichtet.

Körperliche Verletzungen zog sich glücklicherweise keiner der Beteiligten zu. An dem Auto entstand geringer Sachschaden in Höhe von etwa 500,- Euro. Die Betonwand wurde augenscheinlich nicht beschädigt. Gegen den bislang unbekannten Fahrer des roten Pkw wurde ein Strafverfahren, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet. Die Verkehrspolizei Feucht bittet Zeugen des Vorfalls sich unter Telefonnummer 0128/9197-0 zu melden.

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