"Süße Versuchung" - das verbinden die allermeisten mit Schokolade. Auch die Mehrzahl der Besucher im Botanischen Garten. Sie sind gekommen, um von Wolfgang Kreis, dem Ordinarius für pharmazeutische Botanik, über die Ursachen der Verlockung aufgeklärt zu werden.

"Schokolade hat's in sich", benannte Kreis denn auch seinen Vortrag im Schatten des Kakaobaums im Tropenhaus. Mit "in sich" meinte er erstmal den Kaloriengehalt. "Eine Tafel Schokolade entspricht zwei Butterbrezen - wegen des hohen Anteils an Kakaobutter oder anderem pflanzlichen Fett. Und: Für eine Tafel Schokolade braucht man eine Kakaofrucht, von denen etwa 20 pro Jahr an einem Baum wachsen.

Der Weg von der Frucht zur Tafel hat viele Schritte und "Chemie" ist dabei nicht zu umgehen. Er beginnt mit der Fermentation der Bohnen und endet mit den Künsten der Chocolatiers, um den zarten Schmelz zu schaffen.