Video zeigt spektakuläre Rettung eines Rehbocks - selbst Bürgermeister dabei

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Ein Rehbock geriet bei Gremsdorf in ein Regenrückhaltebecken und konnte sich nicht selbst aus der gefährlichen Lage befreien. Die Feuerwehr rückte zur ungewöhnlichen Rettung an.

Am Montagmorgen (20. Juli 2026) ist ein Rehbock in Buch bei Gremsdorf (Kreis Erlangen-Höchstadt) in ein Regenrückhaltebecken geraten. Das Tier konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien und kämpfte um sein Leben. Mehrere Feuerwehren rückten an, unter anderem mit Booten und einer Drehleiter.

Unter den Einsatzkräften befand sich auch der Erste Bürgermeister der Gemeinde Gremsdorf, Simon Fischer, wie dieser inFranken.de bestätigt. Fischer ist Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Buch e.V und dort aktiver Feuerwehrmann.

Aufwendige Rettungsaktion – Bürgermeister unter Helfern

Gegen 7.36 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Buch zu einer Tierrettung am Regenrückhaltebecken in Buch alarmiert, wie diese in einer Meldung mitteilt. Ein Rehbock sei in das Becken geraten und habe sich selbstständig nicht mehr befreien können. Zunächst habe das Tier noch im flachen Bereich des Beckens umherlaufen können.

Im weiteren Verlauf sei es jedoch in den tieferen Abschnitt gelangt, aus dem kein Entkommen mehr möglich gewesen sei. Dort habe sich der erschöpfte Rehbock nur noch schwimmend über Wasser halten können, heißt es in der Mitteilung. Da schnell klar geworden sei, dass zusätzliche Kräfte und Spezialgerät benötigt werden, sei die Feuerwehr Höchstadt mit einem Boot sowie einer Drehleiter hinzugerufen worden.

Für Bürgermeister Simon Fischer war die Rettungsaktion ein besonderer Einsatz. "Wenn Tiere dabei sind, kann man sie nicht einfach beruhigen – das funktioniert beim Tier in die verkehrte Richtung", äußert er sich gegenüber inFranken.de. Umso schöner sei es, wenn die Rettung am Ende klappe. In den vergangenen sechs Jahren habe es einen solchen Einsatz in der Gemeinde nicht gegeben. Zunächst hätten die Einsatzkräfte nicht gewusst, wie sie das Reh retten könnten – im Schlauchboot und der Drehleiter hätten sie schließlich die einzige Chance gesehen. Der Einsatz sei auch wegen des verwendeten Spezialgeräts aufwendig gewesen.

"Völlig erschöpft": So lief die Rettung ab

Mit zwei Einsatzkräften im Boot wurde die Rettung eingeleitet, berichtet die Freiwillige Feuerwehr Buch. Anfangs habe der Rehbock noch versucht, seinen Rettern davonzuschwimmen. Schließlich habe er jedoch völlig erschöpft aufgegeben und sich sichern lassen.

Anschließend sei das Tier an die Besatzung der Drehleiter übergeben worden, die es mithilfe des Korbes sicher an Land gebracht habe. Dort hätten die Einsatzkräfte den Rehbock übernommen.

Gemeinsam trugen sie ihn noch einige hundert Meter hinter ein Maisfeld auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Dort konnte das Tier erschöpft, aber unverletzt wieder in die Freiheit entlassen werden.

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Vorschaubild: © Simon Fischer/Freiwillige Feuerwehr Buch e.V.