14-Jähriger mit 50 km/h auf E-Scooter unterwegs - Strafverfahren eingeleitet

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Die Polizei hat in Erlangen einen 14-Jährigen auf seinem E-Scooter angehalten, weil er keine Versicherungsplakette hatte. Kurz darauf entdeckten die Beamten ein weiteres Problem.

Ein 14-Jähriger ist am Freitagnachmittag (3. Juli 2026) in Erlangen mit seinem E-Scooter von der Polizei Erlangen-Stadt kontrolliert worden. Grund für die Kontrolle war, dass der Jugendliche keine gültige Versicherungsplakette an seinem Scooter hatte. Gegen 15 Uhr wurde er daher von der Polizei angehalten.

Kurz darauf stellte sich heraus, dass die Versicherungsplakette zuvor abgebrochen war und der Schüler diese in seiner Hosentasche dabei hatte. Als die Beamten jedoch die maximale Geschwindigkeit des Rollers testeten, zeigte der Tacho plötzlich 49 statt der erlaubten 20 Kilometer pro Stunde an. Daraufhin gab der 14-Jährige zu, seinen E-Scooter mithilfe einer App "modifiziert" zu haben. Darüber könne man die Geschwindigkeit auf bis zu 100 Kilometer pro Stunde einstellen. Ob eine derart hohe Geschwindigkeit tatsächlich erreicht werden könne, sei jedoch fraglich, so die Polizei.

Erlangen: Jugendlicher mit getuntem E-Scooter unterwegs - mit App "modifiziert"

Vor derartigen Modifikationen wird streng abgeraten, da insbesondere Reifen und Bremsen für solche Geschwindigkeiten nicht ausgelegt sind. Ein Sturz mit dem E-Scooter sei daher unvermeidbar. Durch die Änderung der Geschwindigkeit wurde der E-Scooter zudem zu einem "fahrerlaubnispflichtigen Kraftfahrzeug", für das der 14-Jährige einen Führerschein gebraucht hätte.

Nun muss der Jugendliche mit einem Strafverfahren rechnen und seine Rollerfahrt beenden.

Vorschaubild: © Christoph Soeder/dpa