Am "Tag des Deutschen Bieres" lautete beim Steinbach-Bräu in Erlangen in der Vierzigmannstraße das Motto "Der Berg ruft!".
Am 23. April 1516 erließ in Landshut der Bayerische Herzog Wilhelm IV. das Bayerische Reinheitsgebot als "Lebensmittelverordnung". Auch in der heutigen Zeit legen die Brauer immer noch großen Wert auf die Tatsache, dass das Bier eines der reinsten Lebensmittel ist. "Für Steinbach-Bräu ist es inzwischen Tradition geworden, diesen Tag des Bieres zum Anlass zu nehmen, den neuesten Jahrgang des Bergkirchweihbiers vorzustellen", sagt Braumeister Christoph Gewalt. Wichtig ist für ihn auch, dass mit dieser Tradition die Bedeutung der Bierstadt Erlangen hochgehalten wird.
Steinbach-Bräu ist ein Teil dieser Geschichte, erst 2011 konnte 150 Jahre Familientradition gefeiert werden.
Denn im Jahr 1861 übernahm Carl Steinbach, der Ur-Ur-Großvater des jetzigen Inhabers Christoph Gewalt die älteste Brauerei Erlangens. Allerdings ist die Tradition dieser Brauerei noch viel älter. Bereits 1617 wurde von Wolff Meisenbuch Bier gebraut.
"Nach einer langen, biergartenlosen Zeit, ist es endlich wieder so weit, dass wir uns raussetzen und uns der Bierkultur widmen können", begrüßte Christoph Gewalt die zahlreichen Gäste im Biergarten.
Wichtig ist auch, dass am 4. März um 11.38 Uhr der Storch eingeflogen ist, der alljährlich auf dem Schlot der Brauerei sein Nest hat. Dessen Ankunft hatten beim "Storchentipp" 16 Glückliche richtig vorhergesagt und durften ihren Preis entgegennehmen. Der Gewinner eines 30-Liter-Fasses war Christof Jäger, der mit seinem Tipp nur wenige Minuten neben der richtigen Ankunftszeit gelegen war.
Bei vielen Erlangern gehört der Anstich schon zum alljährlichen Ritual, und so waren sie in den Hof der Brauerei geströmt. Vor dem Gebäude war das erste Fass aufgebaut.
In diesem Jahr hatte Rüdiger Baumann, gern gesehener Gast bei Steinbach in Erlangen, außerdem als freiberuflicher Journalist tätig auch für den Bayerischen Rundfunk und die ARD, die Ehre. Er tauschte das Mikrofon mit dem Holzhammer und stach das erste Fass Bergkirchweihbier des Jahres 2013 an. Nach zwei Schlägen floss das Bier in die Krüge.
Christoph Gewalt ließ sich von Braumeister Roman Gause beim Ausschenken assistieren, sodass alle Interessenten an den begehrten Gerstensaft kamen. Als Unterlage gab es zum Tag des Bieres hausgemachtes Biergulasch nach dem alten Rezept von Sophie Steinbach, der Urgroßmutter von Christoph Gewalt.
Musikalisch wurde das Ereignis im Hof der Brauerei Steinbach von Gonzos-Dixie-Combo umrahmt, in der bekanntlich "Fischdoktor" Martin Oberle an der Trompete mitspielt. Zu diesem besonderen Ereignis wurde sein Karpfenlied kurzerhand zum Bratwurstlied umfunktioniert.