Bei der Soundcheck-Reihe spielen immer zwei Bands gemeinsam, die musikalisch zu einem bestimmten Thema passen. "Classic meets New Jazz" lautete diesmal das Motto.

Dazu gastierte erstmals mit Thomas Fink, der deutschlandweit bekannte und Herzogenauracher Kulturpreisträger, mit Freunden auf der Music Base. Damit ging auch ein lang gehegter Wunsch der Musikinitiative in Erfüllung und die Freunde des Jazz erlebten einen besonderen Abend. Mitgebracht hatte Thomas Fink den Bassisten Michael Steffen und den Drummer Rainer Groh.

Endloses Repertoire

Die Art und Weise, wie Thomas Fink mit seinem schier endlos scheinenden Repertoire den einzelnen Titeln ihren musikalischen "Grundriss" gab, führte immer wieder zu Zwischenapplaus und begeisterte auch jene Besucher, die sich für diese Musikform sonst nicht so begeistern können. Dazu gestaltete Bassist Michael Steffen, der ebenfalls seit Jahrzehnten in der regionalen Jazzszene erfolgreich zu Hause ist, seinen Part nachhaltig und effektiv. Der Drummer Rainer Groh bewies einmal mehr, dass sich auch Hobbymusiker in den Kreisen der der Jazzmusiker jederzeit mithalten können.

Das Gastspiel und die begeisterten Besucher bewiesen, dass moderner und grooviger Sound durchaus zusammenpassen. Denn den zweiten Teil des Abends gestaltete "Sonus" mit Holger Matlok (Gitarre), Jürgen Oelschlegel (Bass) und Thomas Dresel (Schlagzeug) sowie Dominik Bohl am Saxophon. Die vier Musiker standen früher schon in Nürnberg als Schulband auf der Bühne und sind nach einer längeren Pause wieder in unterschiedlichen Besetzungen unterwegs. Die Band probt in den Räumen der MIH. Und wer das von anderen Musikern zufällig mal mitbekommt, hält gerne inne und lauscht andächtig. So wie auch das Publikum beim ersten Soundcheck.