Die Wachenrother Kerwasmadla sangen die frechen alten Kerwaslieder. Die Burschen wuchteten indes unter Aufwendung aller Kräfte den stattlichen Baum in die Höhe. Geschmückt hatten sie ihn mit einem Kranz, bunten Bändern und Luftballons.
Musikalisch begleitet wurde der alte fränkische Kirchweihbrauch von der Wachenrother Kleinen Dorfmusik.
Am Wochenende feierte die Wachenrother Jugend "Zeltkerwa" wie schon in den vergangenen Jahren. Nach Tagen mit totalem Schmuddelwetter kehrte pünktlich zur Kirchweih der Sommer noch einmal zurück. Da machte Feiern gleich doppelt Spaß.
28 Meter lang war die stattliche Fichte, die am Samstag eingeholt und am Festplatz aufgestellt wurde. Dort standen neben dem Zelt die Buden der Schausteller und sogar ein Fahrgeschäft.


Der Festumzug ist der Hingucker

Höhepunkt der Kirchweih war der Umzug am Sonntagnachmittag. Dazu hatten sich zahlreiche Schaulustige entlang der Hauptstraße eingefunden. Auf acht Motivwägen hatte die Jugend Ereignisse und "G'schichtla" aus dem Dorfgeschehen aufs Korn genommen. "Mein Freund der Baum ist tot", jammerte lautstark eine Anwohnerin aus dem Wachenrother Baugebiet. Von zwei alkoholisierten jungen Damen erzählte ein anderer Wagen. Die beiden Kirchweihgängerinnen wähnten sich bereits in Eckersbach, landeten aber zwischen Kühen in Thüngfeld.
Dass sich in Albach ein nicht ganz nüchterner Mann in einen Kühlwagen eingesperrt hatte und dort das ganze Tartar aufgegessen hat, soll ebenso wirklich passiert sein. Die Blaskapelle Wachenroth führte den Zug an und sorgte für zünftige Marschmusik. See