Risse und Löcher. Frostaufbrüche und größere Schäden. "Der Zustand vieler Gemeindestraßen ist nicht gut. Zum Glück hatten wir einen milden Winter, dass nicht weitere Schäden dazu gekommen sind", mahnt Jörg Bubel (SPD) in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Seine Fraktion fordert deshalb einen Arbeitsplan über die notwendigen General-sanierungen der Gemeindestraßen.

Bisher seien diese aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben worden. Dabei sei der Erhalt der Infrastruktur eine wichtige Aufgabe der Gemeinde. Und Mittel sowohl für Investitionen als auch für den Unterhalt seien schließlich vorhanden. "Es reicht nicht, dass die finanziellen Mittel da sind, es muss auch etwas getan werden", sagt Bubel. Erheblicher Sanierungsbedarf bestehe laut Kämmerer Christian Jakobs vor allem in Alt-Adelsdorf, besonders in der Bahnhofsstraße und Erlanger Straße. In den kommenden Jahren sind insgesamt über zwei Millionen Euro für die Generalsanierung der Straßen vorgesehen. Bubel möchte nun gemeinsam im Gremium eine Prioritätenliste erstellen und diese systematisch im Finanzplanungszeitraum, also bis 2018, abarbeiten.

Von Thomas Wolf, dem neuen Ingenieur vom technischen Bauamt, gab es allerdings einen kleinen Dämpfer: "Das geht nicht so schnell. Es wird bis Herbst dauern, bis wir uns einen Überblick verschafft haben. Wir sind dran, aber schneller wird es nicht gehen", erklärte er den Gemeinderäten vor Ort.

Bubel: Sanieren, bevor die Straßen kaputt gehen

Bubel hielt dagegen: "Wir dürfen die Straßen nicht kaputt gehen lassen, sondern müssen rechtzeitig sanieren. Nicht erst im Herbst. Das muss früher erfolgen." Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) erwiderte, dass ein Konzept nicht von heute auf morgen erarbeitet sei: "Jetzt lassen wir Herrn Wolf mal machen." Der Gemeinderat einigte sich daraufhin mit einer Gegenstimme darauf, einen Arbeitsplan über die notwendigen Generalsanierungen im vorgegebenen Finanzplanungszeitraum zu erstellen.

In einem Plan sollen Bubel zufolge die geplanten Realisierungszeiträume, Kostenschätzungen und gegebenenfalls Erneuerungen der Wasser- und Abwasserleitungen aufgeführt werden. Außerdem muss die Gemeinde angeben, ob die Generalsanierung auf die Anlieger umgelegt werden soll. "Gespräche mit den Bürgern werde ich führen müssen", sagt Fischkal. Um Kosten herum werden die Anwohner allerdings wohl nicht kommen. Zusätzlich ist ein weiterer Arbeitsplan, welche Gemeindestraßen im Rahmen der Unterhaltsmaßnahmen großflächig saniert werden, zu erstellen.

Über den Zustand der Straßen beklagte sich auch Alois Albrecht, der in der Bauausschusssitzung, die der Gemeinderatssitzung vorausging, als Zuhörer im Rathaus war. Immer wieder würden Anwohner über die Löcher auf dem Gehsteig in der Ringstraße stolpern. "Wir wissen, dass wir in diesem Bereich Probleme mit dem Gehsteig haben. Unser Bauhof ist immer wieder dran, diese Stellen auszubessern", erklärte Fischkal.