In der Nacht von Sonntag (17. Juli) auf Montag (18. Juli) wurde auf der Bundesautobahn A3 ein Tiertransport kontrolliert. Das Sattelzuggespann, beladen mit insgesamt 164 Schweinen, befand sich im nationalen Verkehr Niedersachsen nach Ingolstadt zum dortigen Schlachthof. Die Tiere wurden mehr als acht Stunden befördert, berichtete die Verkehrspolizeiinspektion Erlangen.

Bei der Kontrolle konnte festgestellt werden, dass die Schweine bereits seit Verlade- beziehungsweise Fahrtbeginn nicht mit Wasser versorgt worden waren, da der Wassertank gar nicht erst befüllt worden war. Des Weiteren waren die zwei Ladebuchten mit je 23 und 24 Schweinen statt 15 Tieren pro Ladebucht komplett überbelegt. Hierdurch war es aufgrund von Platzmangel neben zusätzlichem Stress zu Rangkämpfen zwischen den Schweinen gekommen und einzelne Tiere hatten Verletzungen erlitten.

Erhebliche Geldbußen wegen Tierquälerei beim Transport

Die Weiterfahrt zum Schlachthof wurde unter Berücksichtigung der Gesamtumstände gestattet, da sonst das Tierwohl durch den zeitlichen Verzug weiter gefährdet worden wäre. Anzeigen wegen Verstößen gegen die Viehverkehrsordnung, Tierschutztransportverordnung und dem Tierschutzgesetz werden erstellt. Sowohl den Fahrer, als auch den Unternehmer erwarten hierbei erhebliche Geldbußen.

Zum Weiterlesen: Schweinetransporter kippt auf A3 um: 700 von 900 Tieren tot - Polizei mit neuen Details

Vorschaubild: © Ferkel, Schwein, Sau, Bauernhof, Tiere, Hof Symbolfoto: davideb89/Adobe Stock (221847037)