Daumen drücken! heißt es am Samstag: Die 19-jährige Coburgerin Sandra Woller nimmt in München am Casting für die Sat-1-Show "The Voice of Germany" teil. Ihr "großer Traum": Mindestens einmal in die sogenannten "Blind auditions" kommen - hier sitzt die Jury mit dem Rücken zum jeweiligen Sänger oder zur Sängerin. Auf diese Weise beurteilen die Musikexperten wirklich nur den Gesang der Kandidaten.

Ein wenig aufgeregt sei sie schon, wie Sandra Woller im Gespräch mit dem Tageblatt am Donnerstag zugibt. Schließlich tritt sie gegen ein paar Tausend potenzielle Teilnehmer an. Welches Lied sie der Jury bei ihrem Vorsingen in München präsentieren werde, dürfe sie selbst bestimmen. Sie schwanke allerdings noch zwischen "Here" von Alessia Cara oder doch lieber "Ex's and Oh's" von Elle King. "Mein Favorit ist eigentlich ,Here‘", verrät Sandra.

Vier Stunden lang hat sie sich jeden Tag auf ihren Auftritt vorbereitet, Atemübungen inklusive. "Alles selbst beigebracht", sagt sie stolz - und alles neben der Schule, denn derzeit steckt Sandra auch noch in den Vorbereitungen aufs Abitur.

Für den "The Voice"-Gewinner sind die Aussichten übrigens gar nicht schlecht: Die Siegerin aus dem vergangenen Jahr, Jamie-Lee Kriewitz, wird Deutschland mit ihrem Song "Ghost" am 14. Mai beim Eurovision Song Contest in Stockholm vertreten. Schon seit dem 5. Februar halten ProSieben und Sat 1 wieder Ausschau nach neuen Talenten für "The Voice of Germany 2016". In sechs deutschen Großstädten - Berlin, Stuttgart, Hamburg, Frankfurt, München und Köln - machen sich die Scouts auf die Suche. Und mit ein bisschen Glück kann die Coburgerin Sandra die Experten heute von ihrer Stimme überzeugen.