Zwei Kriegerdenkmäler sind am Wochenende in Oberfranken beschmiert worden. Wie die Polizei am Montag (12. Oktober 2020) mitteilte, ist in der Nacht auf Samstag in Gräfenberg (Landkreis Forchheim) ein Kriegerdenkmal mit Parolen besprüht worden, die auf einen linksmotivierten Hintergrund deuteten. Das große Denkmal sei früher ein beliebtes Ziel rechter Gedenkmärsche gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

In der Nacht auf Sonntag (11. Oktober 2020) hätten dann Unbekannte ein Kriegerdenkmal im rund 100 Kilometer entfernten Coburger Hofgarten mit linken Parolen besprüht, sagte der Polizeisprecher weiter. Es werde nun ermittelt, ob zwischen beiden Taten ein Zusammenhang besteht. Den Sachschaden an den beiden Denkmälern beziffern die Ermittler auf jeweils mehr als 5000 Euro.

Ehemalige Ziele rechter Gedenkmärsche mit linksmotivierten Parolen beschmiert

Die Coburger Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Skulptur des Coburger Convents(CC) ist großflächig mit weißer und roter Farbe besprüht. Zudem verewigten sich die Täter am Denkmal mit Zeichen und Texten ebenfalls mit linksmotiviertem Hintergrund, teilt die Polizeiinspektion Coburg mit. Auch der Gedenkstein der Heimatvertriebenen in Coburg wurde besprüht. Das zuständige Fachkommissariat der Kripo Coburg hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung durch Graffiti aufgenommen.

Zeugen, die in der Nacht zum Sonntag im Umfeld des Denkmals verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge bemerkt haben, werden gebeten, sich unter Telefon 09561/645-0 an die Coburger Kriminalpolizei zu wenden.