Hartmut Hein war im künstlerischen Leben seiner Heimatstadt Coburg, aber auch weit darüber hinaus eine ebenso bekannte wie geschätzte Persönlichkeit. Als Sänger verschaffte der sich der im November 1936 in Coburg geborene Künstler weit überregionales Ansehen. Doch seine ersten Erfolge als Musiker errang Hein am Klavier.

Mit dem international renommierten Ulsamer-Collegium hatte Hartmut Hein die Welt bereist, hat mit Dirigentengrößen wie Karl Richter und Helmuth Rilling musiziert. Viele Jahre hat Hein als Gesangsprofessor an der Würzburger Musikhochschule junge Stimmen geformt.


Jury-Vorsitzender des Girardi-Wettbewerbs

Entscheidend hat er auch dazu beigetragen, dem in Coburg ausgerichteten "Internationalen Gesangswettbewerb Alexander Girardi" Ansehen zu verschaffen. Acht Auflagen erlebte der Sangeswettstreit - stets war Hein Vorsitzender einer international hochkarätig besetzten Jury. Als Komponist hat Hein ein vielseitiges Werk geschaffen.


Vielseitiger Komponist


Stilistisch reicht es vom jazzig gefärbten Concertino für Klavier, Streicher, E-Bass und Drums bis zum Musical. Ein Kindermusical ("Prahlschnauz und Krumpelschnützchen"), im renommierten Carus-Verlag erschienen, wurde bereits mehrfach aufgeführt. Auch zwei abendfüllende Musicals ("Kunibert", "Des Kaisers neue Kleider") umfasst sein Werkverzeichnis.

Wie erst jetzt bekannte wurde, ist Hartmut Hein vor wenigen Tagen im Alter von 81 Jahren gestorben. jb