Der Tier- und Naturschutzverein Coburg hatte am ersten Adventssonntag zu einer vorweihnachtlichen Feier ins Kongresshaus eingeladen. Die Vorsitzende Siegrid Ott-Beterke ging in ihrem "Spaziergang durch ein Jahrzehnt" auf den Neubau des Tierheims auf der Brandensteinsebene ein.

Gleich ins Herz geschlossen hatten Alfred und Regina Hopf die Hündin Kimba, die Monate vorher ins Tierheim Coburg gekommen war. Bei der Kontrolle eines Transportes sei sie "sichergestellt" worden, wie sich die Polizei ausdrückt. Die Hündin, so Tierarzt Joachim Lessing, sei am Schlimmsten von allen dran gewesen, hätte es aber geschafft zu überleben. Ein Hund sei gestorben, sieben hätten vermittelt werden können. "Wir wollten einen Hund aus dem Tierheim", so Alfred Hopf. Die Hündin sei ihnen von Anfang an sympathisch gewesen und nun lebe sie seit Mai bei ihnen.

Geschichten rund ums Tierheim sowie tierische Gäste wie Frettchen bereicherten das illustre Programm. Die Kinder der Ballettschule Karen Spreitzer-Breyer begeisterten mit Hipp-hopp.


Der Frischling Joey

Am 21. Juni 2006 nahm das Tierheim auf der Brandensteinsebene seinen Betrieb auf. Die Übergabe des renaturierten Geländes am Heckenweg erfolgte im Juli 2008. Bereits im Jahr 1999 sei die Frage aufgeworfen worden: "Unser Tierheim - wie lange geht das noch?" Der Spatenstich erfolgte am 10. Mai 2005 und die Schlüsselübergabe am 21. Juni 2006. An die Zustände im ehemaligen Heim im Heckenweg erinnerten nur noch Fotos. Beate Winkler, die das ehemalige Tierheim kannte, bestätigte, dass die Mitarbeiter nun bessere Arbeitsbedingungen hätten, die Tiere sich wohlfühlten, die Abläufe reibungsloser vonstatten gingen und das Tierheim einfach gut sei.
Sandra Schunk erzählte von "einer Schweinerei". Neben einem Fuchs, einem Siebenschläfer, einer Elster, Waldmäusen, einer Ente und Kaninchen hatte sie sich um einen Frischling namens Joey kümmern dürfen. Zu ihrem "Flaschenbaby" seien dann noch vier weitere kleine Wildschweine gekommen. "Nach drei Monaten konnten sie schließlich in die Gegend von Passau abgegeben werden", erzählte die Leiterin des Tierheims. Die Geschichte eines Bibers erzählte Tierarzt Joachim Lessing, der dieses hilfsbedürftige Tier daheim bei sich aufgepäppelt hatte. Juliane Schmidt, die stellvertretende Tierheimleiterin, rundete den kurzweiligen Programmpunkt mit Geschichten über Katzen ab.