Der Eintritt zu dem Konzertabend am Sonntag, 27. Mai (19.30 Uhr), ist frei.

Den Kern des Programmes werden zwei Werke bilden: Robert Schumanns bekanntes Werk "Carneval" op. 9 ist eine aus über zwanzig kurzen Charakterstücken bestehende Sammlung von Klavierstücken, die um die Karnevalstage 1835 vollendet wurde.

Den zweiten Programmpunkt bildet eine Rarität, bei dem sich das Publikum fragen darf: Was interessiert einen Sänger an einem Stück Musik, in dem nicht gesungen wird? Bei Max von Schillings "Hexenlied" nach der Ballade von Ernst von Wildenbruch handelt es sich um ein 1903 entstandenes Melodram.

Das Programm gestalten die beiden diesjährigen Stipendiaten Kyoko Frank (Klavier) und Franz Xaver Schlecht (Bariton): Die junge Pianistin Kyoko Frank erhielt im Alter von vier Jahren Ihren ersten Klavierunterricht von ihrer Mutter. Von 2000 bis 2006 studierte sie in der Klasse von Hidemitsu Hayashi an der "Toho gakuen School of music, Tokio". Seit 2006 setzte sie ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Peter Efler fort.


Konzerte in der Region

Kyoko Frank vertiefte ihr Studium in den Bereichen Kammermusik und Korrepetition und ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. Im Coburger Raum trat die junge Pianistin beim Open air im Rosengarten als Solistin von Edvard Griegs Klavierkonzert und in verschiedenen Kammermusikabenden zum Beispiel in Schloss Rosenau in Erscheinung.

Der Bariton Franz Xaver Schlecht ist derzeit Mitglied im Ensemble des Landestheaters Coburg und wird mit Beginn der Spielzeit 2018/19 in das Ensemble der Oper Leipzig wechseln, wo er bereits als Ottokar ("Freischütz") zu hören war und als Papageno ("Zauberflöte") debütierte. Schlecht stammt aus Oberpeiching und begann sein Studium an der Musikhochschule Augsburg. Dieses schloss er an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ab und absolvierte anschließend ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik Würzburg.

Bereits während des Studiums debütierte Franz Xaver Schlecht an den Stadttheatern Augsburg und Ingolstadt. Weitere Gastengagements führten ihn an das Mainfranken Theater Würzburg, die Staatsoper Berlin, das Theater der Stadt Heidelberg, die Deutsche Oper Berlin und die Oper Leipzig. Schlecht verfügt über ein breites Konzertrepertoire, zu welchem die Passionen Bachs, der "Elias" von Mendelssohn Bartholdy, Orffs "Carmina Burana" sowie Verdis "Requiem" zählen. red



Rund um die Stipendienstiftung

Hintergrund Die Richard-Wagner-Stipendienstiftung vergibt jährlich rund 250 Stipendien weltweit. Die Stipendiaten besuchen Aufführungen der Bayreuther Festspiele und weitere Veranstaltungen vor Ort. Das Stipendium erhalten junge Künstler, die als Nachwuchs für die Mitwirkung bei den Bayreuther Festspielen in Betracht kommen. Stipendiaten waren zum Beispiel die Dirigenten Christoph Eschenbach, Christian Thielemann und Axel Kober; letzterer war 1992 Stipendiat des Coburger Richard-Wagner-Verbandes.