"Vor dem 3:3 war es ein klares Foul an unserem Kapitän Daniel Werner", schimpfte Aubstadts Trainer Francic. Schiedsrichter Markus Windisch aus Heßdorf hatte es nicht so gesehen, ließ weiterlaufen und Özdemir setzte den Ball aus 20 Metern in die Maschen.
Der Schiedsrichter stand im Mittelpunkt der Aubstädter Kritik. Auch, weil er in der 54. Minute Julius Benkenstein Gelb-Rot gezeigt hatte. "Das war ein Foul des Frohnlacher Stürmers", beurteilte Francic den Feldverweis als "Witz. Jede Woche der gleiche Zirkus."
Nach 14 Minuten hieß es 1:0 für den TSV. Eine Freistoßeingabe von Christoph Rützel köpfte Julius Benkenstein wuchtig in die Maschen. Es war nicht das letzte Mal, dass sich Frohnlachs Trainer Stefan Braungardt über die mangelhafte Zuordnung bei der Verteidigung gegen "die beste Kopfballmannschaft der Liga" ärgern musste.
Nach einer Eingabe von Firat Güngör erwischte Yannick Teuchert Aubstadts Schlussmann Christian Mack auf dem falschen Fuß und schon hieß es 1:1.
Ein zweifelhafter Handelfmeter eröffnete Aubstadt noch vor der Pause die Chance zum 2:1. Jannik Schmidt hatte sich in eine Eingabe von Martin Erdenbrecher geworfen und das Leder aus kurzer Distanz "erst ins Gesicht und dann an die Hand", bekommen, konnte sich Braungardt mit dieser Entscheidung nicht wirklich anfreunden. VfL-Torwart Bastian Bauer parierte aber gegen Christoph Rützel (32.).
Nach der Pause ließ sich der VfL ein weiteres Mal düpieren, als der völlig freie Daniel Werner einen Freistoß einköpfte. "Ich muss mich fragen, ob mir meine Spieler zuhören. So tölpelhaft darf man sich nicht anstellen", tobte Braungardt beim Gedanken an Aubstadts 2:1 (68.).
Auch sechs Minuten vor dem Ende hieß es noch so, ehe die Partie unversehens noch einmal Fahrt aufnahm. Als Aubstadts Abwehr Christos Makrigiannis nicht am Kopfball hinderte, stand es 2:2. Doch der VfL wollte mehr und fing sich prompt in der 89. Minute einen Aubstädter Konter ein, den Sascha Bäcker mit einem überlegten Schlenzer zum 3:2 abschloss.
Doch dann kam ja noch die Nachspielzeit und auch Stefan Braungardt fand noch versöhnliche Worte: "Noch zum 3:3 zu kommen, war sicher glücklich. Aber der Punkt war hochverdient für uns."