Im ersten Turnier nach Olympia läuft es für Tennisprofi Kevin Krawietz aus Witzmannsberg (15. der Doppel-Weltrangliste) wunschgemäß: Am Freitagabend deutscher Zeit gelang ihm bei den "Canadian Open" in Toronto an der Seite seines rumänischen Interimspartners Horia Tecau (22. der WRL) der Einzug ins Halbfinale. Bei diesem hochklassig besetzten ATP-Turnier der 1000er-Serie, also der höchsten Kategorie auf der Tour, sind "Kracau" an Position 4 gesetzt. Im Halbfinale treffen die beiden am Samstag auf das an Position 1 gesetzte Top-Duo Nikola Mektic und Mate Pavic (beide Kroatien). Das Viertelfinale gegen Aslan Karatsev (Russland/215. der WRL) und Dusan Lajovic (Serbien, 175.) war spannend und ging in den Match-Tiebreak. Nach klaren Verhältnissen in Satz eins und zwei - jeweils 6:3 mit je einem Break für jedes Teams - endete der entscheidende Durchgang klar mit 10:3 für "Kracau".

Achtelfinale: Frühes Aus drohte

Bereits im Achtelfinale, das die beiden kampflos erreichten, machten sie es sehr spannend und mussten ebenfalls in den Match-Tiebreak. Um ein Haar wären sie da jedoch ausgeschieden, doch am Ende zitterte sich das deutsch-rumänische Duo gegen die beiden österreichischen Routiniers Oliver Marach (42. der WRL) und Philipp Oswald (48.) in die nächste Runde. Im Match-Tiebreak hatten der zweifache French-Open-Sieger und sein Partner die besseren Nerven und das notwendige Quäntchen Glück , um ganz knapp mit 12:10 zu triumphieren.

Mies schwingt das Racket wieder

Auch der etatmäßige Doppelpartner von Kevin Krawietz ist wieder aktiv: Andreas Mies feierte nämlich beim National Bank Open an der Seite des Kasachen Andrey Golubev in der Doppel-Konkurrenz ein vielversprechendes Comeback. Das Erfreulichste daran: Nach seiner schwierigen Knorpeloperation am Knie, die eine monatelange Verletzungspause nach sich zog, hat der 30-Jährige Kölner derzeit keinerlei Schmerzen. Der Plan ist, dass Mies spätestens 2022 wieder mit Krawietz aufschlägt.oph