Der BBC Coburg ist nicht zu stoppen. In der 2. Basketball-Regionalliga Nord gewann das Team von Manager "Bobby" Fischer" auch gegen Fibalon Baskets Stauf aus Neumarkt souverän. Die Fans in der HUK-Arena waren am Sonntagabend begeistert vom Auftritt der Coburger "Korbjäger", die mit dem 107:48-Sieg ihren 2. Tabellenplatz festigten.
Das Spiel begann schleppend, eine Minute lang gelang kein Korb. Beide Teams tasteten sich langsam an den Gegner heran. Zunächst warfen Turan und Reinhardt Dreier für ihre Mannschaft, dann konterte Stauf selbst mit einem Dreier. Und erst nach ein paar weiteren erfolglosen Aktionen brach der Bann beim BBC (8:3).
Doch das Viertel verlief weiter recht ausgeglichen. Stauf glich 11:11 aus, hatte einige Sekunden später sogar einen knappen Vorsprung herausgeworfen.
Doch in der letzten Minute zogen die Gastgeber noch ein mal kräftig an und entschied das Viertel noch mit 21:17 für sich.
Die Gäste hielten tapfer dagegen, spielten oft clever, ließen aber in der Verteidigung einfach zu viel zu. Im zweiten Viertel sollte die Sache etwas deutlicher ausfallen. Die Coburger fanden sich häufig an der Freiwurflinie wieder. Nicht selten wurde der Korbversuch vorher auch noch verwandelt. Dreipunktspiele prägten so die schnelle Offensive der Hausherren.
Vor allem auf Center Chris Reinhardt war an diesem Tag Verlass. Einem weiteren Dreier folgten zwei Freiwürfe und sieben Treffer aus dem Feld. Seine ständigen Wechsel in der Wurfdistanz stellten die Gäste aus Neumarkt vor große Probleme.
Auch Stawowski, etwas angeschlagen von einer Grippe, verwandelte gewohnt sicher - wenn der Ball denn ankam. Denn damit hatten die Coburger die größten Schwierigkeiten.
Ein halbes Dutzend Pässe auf den langen Center wollten einfach nicht beim Empfänger landen. Der Gegner sank immer schnell ab und erschwerte das Passspiel. Dennoch brachte es Stawowki auf stolze 16 Punkte. Mit einem klaren Vorsprung (55:29) gingen die Mannschaften in die Pause.
Nach der Halbzeitpause kam der BBC-Express auf seinem Weg zu den ersehnten 100 Punkten wieder kurz ins Stocken. Ein wenig Wurfpech und ein paar unaufmerksame Pässe ließen die Offensive der Coburger langsamer laufen. Doch wie zuvor auch, sollte am Ende der Periode wieder angezogen werden.
Prejean und Turan nutzten die absinkende Defense nun optimal und trafen entweder aus der Halbdistanz, oder bereiteten ihren Verteidigern im unwiderstehlichen Eins-gegen-Eins Kopfschmerzen. Das Viertel ging 20:13 an die Vestestädter. Es stand nun 75:42.
Die letzte Periode sollte sich schnell als spektakulärste zu erkennen geben. Harte Verteidigung, und mehr Dreipunktspiele prägten das Viertel. Ein spektakulärer "Alley Oop" auf Prejean brachte die Halle zum Toben. Und auch ein verpasster Korbleger von Dilukila wurde vom US-Amerikaner in Applaus umgewandelt. Bevor der Ball nämlich seinen Weg vom Ring weg richtig antreten konnte, stopfte Prejean diesen auch gleich wieder rein.
Turan beendete das Spiel mit einem Fastbreak gegen den Mann, den er mit einem Rückwärtskorbleger abschloss. Die Coburger ließen im gesamten Viertel nur noch sechs Punkte zu, kamen dabei selbst aber auf 32. So endete das Spiel 107:48.