Den "Fireflies" ist die Freude deutlich anzusehen. Die Nachwuchs-Cheerleaders des FC Haarbrücken haben monatelang nur per Videochat proben können, im Juni haben sie sich das erste Mal zum Training treffen dürfen.

Bei der Eröffnung des Puppenfestivals auf dem Hindenburgplatz in Neustadt haben sie ihren allerersten Auftritt auf der großen Bühne - und verzaubern die Besucher mit einem strahlenden Lächeln.

Dass die "Firebirds" und die "Fireflies" am Sonntagnachmittag auf der Bühne stehen können, ist keineswegs selbstverständlich. "Lange war unklar, ob und wie das Puppenfestival überhaupt stattfinden kann", erklärt Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD).

Im Pandemiejahr 2020 musste das Festival - so wie nahezu alle Veranstaltungen - ganz abgesagt werden, und auch in diesem Jahr sah es während des zweiten Lockdowns zunächst nicht gut für das Traditionsfest aus.

Eine erneute Absage kam nicht infrage

Weil eine erneute Absage für die beiden Partnerstädte Neustadt und Sonneberg nicht infrage kam, sei laut Rebhan die "einzig richtige Entscheidung" getroffen und das Puppenfestival in den September verschoben worden.

Aufgrund der unsicheren Lage sei an mehreren Konzepten gearbeitet worden, was mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden gewesen sei.

Das habe auch einen positiven Nebeneffekt gehabt: "Wir alle mussten Abstand halten, aber die Festivalgemeinschaft in Neustadt und Sonneberg ist in dieser Zeit noch enger zusammengewachsen - und das über Landesgrenzen hinaus", erklärt Frank Rebhan.

Er sei froh, dass so viele Besucher gekommen seien, denn: In diesem Jahr mussten einige Programmpunkte, wie zum Beispiel die Verleihung des Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis, aufgrund der Pandemie entfallen.

"Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns im kommenden Jahr auf ein Puppenfestival in gewohntem Umfang freuen können", sagt er.