Ein hoher Zaun schützt die Callenberer Straße, die Autos und Passanten. Dahinter fuhrwerken die Bagger und zerlegen das ehemalige Kaufhaus in Beton, Metall und Stein. Helfer verspritzen Wasser, damit der Staub sich rasch niederschlägt. Die Abbruchzange greift sich die Betondecke vom ersten Stock - beziehungsweise das, was noch übrig ist. Staub rieselt, Beton bröckelt.

Die Hallen, die entlang der Lauter standen, sind schon verschwunden. Von dem Gebäude, das einst Restaurant und Kaufhaus beherbergte, steht nur noch ein Rest. Über Abraumhalden und Bauzaun hinweg ist der Blick frei zur Heiligkreuzschule, die einzige Jugendstil-Schule in Coburg. Ihre Sanierung soll noch in diesem Jahr beginnen.




Doch der Blick hinüber zur Schule wird so frei nicht bleiben. Anstelle des Gebäudekomplexes soll ein neues Fachmarktzentrum entstehen. Einziehen werden ein Discounter, ein Drogerie- und ein Biomarkt, ein Lottogeschäft und natürlich ein Getränkemarkt. Doch vielleicht bietet sich dann vom Kundenparkplatz zwischen den beiden Blöcken noch ein Blick hinüber zur Heiligkreuzschule.