Es kam wieder einmal hoch bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Rathaussaal: das Thema Lückenschluss des Geh- und Radweges nördlich der Kläranlage bis hin zum Bahnübergang Richtung Schulze-Kreuzung, beziehungsweise Richtung Dörfles-Esbach. Peter Liebmann sprach es an.

"Ich muss die paar Meter auf die Fahrbahn gehen, das ist gefährlich, insbesondere nachts", meinte er. Dem entgegnete Bürgermeister Marco Steiner (FW): "Da gebe ich ihnen recht, wir haben keine Lösung, ein Grunderwerb ist problematisch."

Der gleiche Redner bemängelte die fehlende Beleuchtung am Ortseingang von Rothenhof von Mönchröden und Einberg aus kommend. Zudem sei der Gehweg nicht gerade in einem besten Zustand.


Marco Steiner dazu: "Es gibt viele Verbindungswege zwischen den Stadtteilen, wenn wir hier beleuchten, schaffen wir Präzedenzfälle." Letztendlich sei alles eine Kostenfrage.

Die Frage von Joachim Goller war, ob die kommunale Verkehrsüberwachung kostendeckend sei. Bei Ausgaben von rund 100 000 Euro werden etwa die gleichen Einnahmen erzielt, war die Antwort, was Kämmerin Karin Beier auch bestätigte.


Preisverhandlungen

Ferner wollte Goller wissen, wie es mit dem "Götz-Gebäude" derzeit aussehe. Da die Firma Wöhner scheinbar kein Interesse mehr zeige, das mit der mangelnden Solidarität in Sachen Verkehrslandeplatz begründe, sei die Stadt Rödental am Objekt interessiert, war die Antwort des Bürgermeisters. Die Stadt möchte abreißen.
Der Kauf ist jedoch zurückgestellt, da mit dem derzeitigen Eigentümer noch keine Einigung über den Kaufpreis erzielt werden konnte, auch wenn im Nachtragshaushalt ein Betrag enthalten ist. "Wir sind bei den Preisverhandlungen noch weit auseinander", so Steiner.

Ansonsten prägten die Bürgerversammlung ausführliche Berichte über das Geschehen in der Stadt, auch das der Stadtwerke. Die Einwohnerzahl Rödentals beträgt 13 548, rund 500 Kita-Plätze einschließlich eines Horts stehen zur Verfügung, und 2015 sind bisher 82 Geburten zu verzeichnen.

Die Kommunikation zwischen den Städten Neustadt, Coburg und Rödental bezeichnete Steiner als gut. "Wir möchten uns nicht vor Gerichten sehen", meinte er.

Auf eine Anfrage aus den Reihen der Besucher hin in Sachen Integriertem Stadtentwicklungskonzept ließ der Bürgermeister wissen, dass eine Bürgerbeteiligung gefordert sei, insbesondere auch bei der Lösung des Leerstandsproblems.


80 Asylbewerber

Derzeit befinden sich 80 Asylbewerber in der Stadt. 150 sollen es künftig sein. Eine Notunterkunft wird angedacht.

Man sei auf der Suche. Turnhallen kämen allerdings nicht dafür in Frage.

Steiner rief nochmals auf zur Demonstration gegen die neuerlichen Stromleitungsplanungen der Tennet. Vorgesehen ist die Protestveranstaltung am Sonntag, 22. November, ab 14 Uhr vom Festplatz aus. Zudem sollten möglichst viele schriftliche Einwendungen vorgebracht werden, betonte Steiner.