Corona schlägt bei den Finanzen der Stadt Rödental voll zu. Das ging aus dem Vortrag der Kämmerin Karin Beier hervor, den sie bei der Stadtratssitzung am Montag hielt. Der Stadtrat beschloss deshalb eine zusätzliche Kreditaufnahme von einer Million Euro im Rahmen eines Nachtragshaushaltes. Damit sollen die beabsichtigten umfangreichen Investitionen von 8,2 Millionen Euro finanzierten werden, insbesondere im Bereich Feuerwehr und für den Anbau einer Kindertagesstätte.

Der Grund für die Darlehensaufnahme hat zwei Ursachen. Erstens ist ein Einbruch von einer Million bei der Einkommensteuerbeteiligung zu verzeichnen und zweitens werden 900 000 Euro weniger an Gewerbesteuer prognostiziert. Allerdings wird bei letzterer ein Ausgleich über einen bayerischen Sonderfonds erwartet. Hinzu kommt noch, dass die Mittelzuweisungen für die Generalsanierung der Schule Einberg in Höhe von 650 000 Euro vorfinanziert werden müssen, da die Auszahlung sich verzögert. Deshalb muss das Volumen des Kassenkredites auf 4,7 Millionen aufgestockt werden. Ferner müssen aus den Rücklagen zusätzlich 449 000 Euro entnommen werden. Allerdings stehen hier noch 566 000 Euro zur Verfügung. Dazu Bürgermeister Marco Steiner (FW): "Ich hoffe, dass es ein bisschen besser wird."

Noch ein Förderprogramm

Für den Ausbau mit leistungsfähigem Breitband innerhalb Bayerns wurde das neue Förderprogramm "GigabitR 2020" auf den Weg gebracht. Siegbert Reuther von der gleichnamigen Netzconsulting informierte den Stadtrat über das Förderverfahren. Demnach sind in Rödental 2282 Gebäude förderfähig, davon 1845 in Privatbesitz. Der Fördersatz betrage 90 Prozent, was in Rödental je 6000 Euro für eine förderfähige Adresse bedeute. Die Fördersumme sei mit acht Millionen Euro gedeckelt. Auf Vorschlag des Bürgermeisters wird ein Arbeitskreis gebildet, der sich mit der künftigen Vorgehensweise befassen und zum Bespiel die Erschließungsgebiete auswählen soll.

Feierliche Momente bei der Stadtratssitzung: Als neuer Ortssprecher Mittelbergs wurde André Schad vereidigt. Weiterhin wurden treue Blutspender geehrt: für 25-maliges Spenden Ralf Jacob und Iris Eschenbacher, für 50-maliges Christian Klieber, Achim Knauer, Christian Schumann, Evelyn Rose und Uta Göckel. Bereits 75 Mal haben Peter Hering und Gerd Scheler-Eckstein, 100 Mal Klaus Meyer und sogar 125 Mal Bernd Momberg und Markus Pöthig Blut gespendet und wurden dafür ausgezeichnet.

Die Stadtwerke Rödental können ein Darlehen in Höhe von einer Million Euro zur Finanzierung von Investitionen aufnehmen; das hat der Stadtrat genehmigt. Die Laufzeit beträgt 40 Jahre bei einer 15-jährigen Zinsbindung von 0,15 Prozent.

Nach Würdigung der eingegangenen Stellungnahmen über die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes "Am Schafsteg" erfolgte bei der Sitzung schließlich der Satzungsbeschluss.