Sommer, Sonne, Hofgarten - und Corona spielt fast keine Rolle mehr. Endlich. Die Jugendlichen treffen sich zum Picknick, zum Abhängen oder auch zum Feiern auf der Wiese rund ums Reiterdenkmal oder im Veilchental. "Viele wollen ihre Freiheiten endlich wieder genießen - und das ist auch ihr gutes Recht", sagt Polizeihauptkommissar Stefan Probst von der Pressestelle der Polizeiinspektion Coburg.

Dennoch weist er darauf hin, dass die Polizei ein Auge darauf haben muss. Am Wochenende 19./20. Juni sei ungewöhnlich viel los gewesen. Probst spricht von einem, der das Gerüst an der Ehrenburg hochklettern wollte, von Drogenbesitz bei anderen und einer schweren Körperverletzung. Alles rund um den Schlossplatz. Zwischenzeitlich kam sogar das Gerücht auf, ein Jugendlicher sei betrunken von den Arkaden gestürzt. Doch das konnte der Polizeipressesprecher nicht bestätigen.

Grundsätzlich sei die Lage im Hofgarten bis jetzt noch entspannt. Lediglich vier Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und drei Sachbeschädigungen seien seit Anfang des Jahres in dem Bereich geahndet worden. Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, in erster Linie Abstandsregelungen, habe es sechs gegeben. "Doch das ist kein großes Thema. Es lässt sich schwer kontrollieren und Kleingruppen bis zehn Personen sind im Moment sowieso erlaubt." Ein größeres Problem stellen da eher Lärmbelästigungen dar, die von Anwohnern des Hofgartens gemeldet werden. "Die Jugendlichen kommen halt nachts mit ihren Bluetooth-Boxen und Alkohol im Gepäck, legen sich auf die Wiese und mit zunehmenden Konsum drehen sie die Musik auf", sagt Probst. Da muss die Polizei schon einschreiten.

Zivile Streife im Einsatz

Sechs bis acht Polizisten seien am Wochenende am Hofgarten im Einsatz. "Das sind Kollegen aus der Polizeiinspektion, Unterstützungskräfte vom operativen Ergänzungsdienst und aus der zivilen Einsatztruppe", zählt der Hauptkommissar auf. Noch sei die Zahl derer, die sich abends und nachts im Hofgarten aufhalten im zweistelligen Bereich. Probst rechnet jedoch damit, dass sich der Hofgarten im Sommer mehr füllt - was aber ja völlig legitim sei. Allerdings appelliert er an die Menschen, auf den Lärmpegel zu achten, die Finger von Betäubungsmitteln zu lassen und ihren verursachten Müll wieder mit nach Hause zu nehmen.nel