Baumaßnahmen, abgeschlossene, laufende und noch geplante - standen im Mittelpunkt der Bürgerversammlung in Bad Rodach am Donnerstag. Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) listete die gesamten Projekte einzeln auf. Nicht ohne Stolz stellte er fest, dass sich in der Kurstadt "einiges tut". Dazu gehört das Welcome-Center an der "Therme Natur", das als Anlaufstelle nicht nur für Wohnmobilisten neu eingerichtet wurde. Thermen-Geschäftsführerin Stine Michel und Bürgermeister Ehrlicher servierten den Gästen die ersten im Welcome-Center gebratenen Bratwürste.

Stine Michel berichtete von dem neu gestalteten Eingangsbereiches der Therme und vom Heilwasserexpress, der einmal in der Woche die Gäste von Coburg zur Therme bringt. Außerdem wurde über weitere zahlreiche positive Aktivitäten wie den Werrabus, der täglich stündlich zwischen Hildburghausen und Bad Rodach pendelt und ebenfalls direkt vor der Therme hält, über die zahlreichen Veranstaltungen wie Kinosommer, Kurparkfest , aber auch über die Klassifizierung der Beherberger in Bad Rodach informiert. Stine Michel beantwortete Fragen zum aktuellen Sachstand des Umbaus des Therapiebeckens II zum Baumwipfelpfad.


Bad Rodacher Statistik

Bürgermeister Ehrlicher hatte etliche Daten aus der Statistik parat. So lebten in Bad Rodach zum Jahreswechsel 6371 Frauen, Männer und Kinder, die Stadt hat 4100 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 2600 Sozialversicherungspflichtige leben in der Thermalbadstadt. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 1897 Euro, der Landesdurchschnitt bei 735 Euro.

Als Investitionsbeispiele nannte Ehrlicher Maßnahmen und Anschaffungen für die Feuerwehren, die Schule, den städtischen Bauhof und die Stadtverwaltung. So sei die Umstellung auf Digitalfunk abgeschlossen, sagte er. Die neue Drehleiter sei im Juni geliefert worden. Die Feuerwehren der Stadtteile Grattstadt und Rudelsdorf haben nach den Worten des Bürgermeisters jeweils eine neue Tragkraftspritze erhalten.

Im Tiefbaubereich fallen derzeit nur kleinere Ausgaben oder Investitionen an, zum Beispiel die Erschließung von Baugebieten (Heldritter Steig II), der Straßen- und Brückenbau oder der Kanalbau. An die Therme Natur sei ein Investitionszuschuss in Höhe von 500.000 Euro gewährt worden. In den Architektenwettbewerb zur Gestaltung des Schlossplatzes seien 103.000 Euro gesteckt worden und als Baukostenzuschuss an eine Kita 367.500 Euro. Im Hochbaubereich lässt die Stadt noch eine zweite Wohnung im sogenannten Draesekehaus (Herrengasse 6) sanieren.

Tobias Ehrlicher erwähnte auch die Nutzungsänderung des "Goldenen Löwen" in fünf Ferienwohnungen und die Einrichtung von 15 Tagespflegeplätzen und 14 Wohneinheiten in der Heldburger Straße. Die Stadt wolle die Wasserleitungen ab Baujahr 1951 systematisch auswechseln, sagte Ehrlicher. Die Preise für Strom, Gas und Wasser sollen in diesem Jahr möglichst beibehalten werden.
Für die Spielplätze werde die Stadt 30.000 Euro, brauche aber für die Umsetzung die Unterstützung der Bürger.

Bei den Anfragen der Bürger waren besonders auch Infrastrukturmaßnahmen wichtig wie der Stand der Ortsumgehung von Bad Rodach oder des Baus der Straße 2205 zwischen Wiesenfeld und Coburg. Aus der Versammlung kam auch die Anregung, dass die Hinweisschilder auf öffentliche Einrichtungen und Unternehmen noch einmal überprüft und aktualisiert werden sollten.

Für Bürgermeister Tobias Ehrlicher fiel das Fazit besonders positiv aus. Es sei so viel Resonanz und Anerkennung seiner Verwaltung und aller anderen handelnder Akteure sowie der ThermeNatur zu den positiven Veränderungen in Bad Rodach deutlich spürbar, sagte er.