Selbstbewusst geht ein neuer Chor in der Region an den Start. Sie nennen sie Klangwerk Coburg und haben sich die zeitgemäße Pflege von Volksliedern zum Ziel gesetzt.

Zum Auftakt präsentierte Klangwerk Coburg ein anspruchsvoll vielseitiges Programm im Gemeindezentrum Katharina von Bora. Insgesamt 14 Stimmen umfasst dieses a-cappella-Ensemble - allesamt erfahrene Choristen aus der Stadt und dem Landkreis Coburg sowie aus Kronach.

Großer Andrang

"Wir wollen Volkslieder zu neuem Leben erwecken", kündigte Erika Kreuzer beim Debüt-Konzert an und meinte damit durchaus auch Volkslieder, die dem Titel nach noch bekannt sind, aber inzwischen nur noch recht selten erklingen. Dass das Volkslied tatsächlich noch immer viele Fans hat, bewies jedenfalls der große Andrang im Gemeindesaal. "Wir sind platt über diesen Andrang", freute sich Kreuzer.

Abgerundeter Klang

Zumeist gut abgerundeter und tragfähiger, zugleich klar konturierter Gesamtklang - so stellte sich Klangwerk Coburg unter Leitung des im Chor mitsingenden Sven Götz den Zuhörern vor.

Erstaunlich, dass die Klangbalance stets gut gewahrt wurde, obwohl sich in diesem Ensemble lediglich drei Männerstimmen einer Übermacht von elf Frauenstimmen gegenüber sehen.

Von Hausmann bis Deutschmann

Von Valentin Hausmann bis Friedrich Silcher demonstrierte das Ensemble seine Vielseitigkeit und sein einfühlsames Gestaltungsvermögen. Unter den zahlreichen Komponisten, die sich in schlichten bis kunstvollen Chorsätzen dem Thema Volkslied widmeten, befand sich auch der in Ahorn lebende Komponist Gerhard Deutschmann. Zudem steuerte Sven Götz auch einige eigene Bearbeitungen bei.

Reichlich Beifall

Mit einigen seiner poetischen Eigenkompositionen bereicherte der in der Region bestens bekannte Gitarrist Thomas Schaller den mit reichlich Applaus bedachten Auftritt. Ein gelungenes Debüt, das Neugier weckt auf weitere Auftritte.