Spannendster Punkt heute ist die Wahl der weiteren Bürgermeister.

Als sicher gilt, dass dass CSU-Spitzenkandidatin Birgit Weber Zweite Bürgermeisterin und Thomas Nowak (SPD) Dritter Bürgermeister werden soll.


Unterdessen hat der Stadtrat eine Änderung in der Geschäftsordnung beschlossen. Künftig soll der Finanzsenat für die Bewilligung neuer Stellen und des Stellenplans zuständig sein, nicht mehr der Verwaltungssenat.

Bevor es freilich zur Wahl der Bürgermeister kommt, streitet die CSU öffentlich darüber, ob ein dritter hauptamtlicher Bürgermeister künftig überhaupt sein müss. Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach, der erstmals dem Coburger Stadtrat angehört hat dazu eine klare Meinung: "Ich kann mich mit dem Vorschlag Thomas Nowak anfreunden." Gegen zwei weitere Bürgermeister stimmten am Ende aber nur die beiden Jungen Coburger, Hans-Heinrich Eidt von der FDP sowie Thomas Bittorf und Hans-Herbert Hartan von der CSU.


Wer wird Zweiter Bürgermeister?



Bei der Wahl zum Zweiten Bürgermeister stellen sich schließlich drei Bewerber: Birgit Weber (CSU), Jürgen Heeb (Pro Coburg) und Hans-Heinrich Ulmann (CSB), der bisherige Dritte Bürgermeister. Die Stadträte werden in alphabetischer Reihenfolge einzeln zur geheimen Abstimmung gerufen.


Eidts Versprecher


Den ersten Lacher der Sitzung erntete Hans-Heinrich Eidt. Er sei, sagte der mittlerweile 71-Jährige, darauf eingestellt gewesen, Norbert Tessmer als neuen Oberbürgermeister "zu verteidigen". Schallendes Gelächter war die Antwort - "ich bin noch zu sehr Anwalt", rechtfertigte Eidt sich für seinen Versprecher. "Wäre auch sehr seltsam, wenn Ihnen der Eidt den Eid abnehmen würde", witzelte der langgediente FDP-Mann.
Tessmer musste nicht erneut vereidigt werden, weil er ununterbrochen für den gleichen Dienstherrn, nämlich die Stadt Coburg, tätig ist. Und: Eidt hatte für die Aufgabe, den neuen OB zu vereidigen, einen harten Konkurrenten. Denn Friedrich Herdan ist nur drei Stunden jünger!