Ernst zu nehmende Gesundheitsgefahr: Landratsamt Coburg warnt vor Raupen

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Der Eichenprozessionsspinner gefährdet die Gesundheit in Coburg. Experten warnen vor Kontakt mit den Raupen.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich zunehmend in der Region aus und stellt eine ernst zu nehmende Gefahr für die Gesundheit von Menschen dar. Darüber informiert aktuell die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg. Begünstigt durch milde Winter und anhaltende Trockenperioden finden die Raupen zunehmend günstige Lebensbedingungen vor. Fachleute beobachten daher vielerorts einen verstärkten Befall von Eichenbeständen. Das gilt auch für den Landkreis Coburg.

Befallene Eichen lassen sich häufig an den charakteristischen, weiß-grauen Gespinsten erkennen, die sich an Stämmen, Astgabeln oder in den Baumkronen befinden. Die Bezeichnung "Eichenprozessionsspinner" geht auf das typische Wanderverhalten der Raupen zurück, die sich bei der Nahrungssuche oft in langen, hintereinander verlaufenden Reihen ("Prozessionen") fortbewegen.

Besondere Vorsicht ist geboten, da die Raupen ab einem bestimmten Entwicklungsstadium mit tausenden feinen Brennhaaren ausgestattet sind. Diese enthalten ein Nesselgift und können bei Menschen gesundheitliche Beschwerden auslösen. Mögliche Folgen sind Hautreizungen, Husten, starker Juckreiz, Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden. In Einzelfällen können auch allergische Reaktionen auftreten.

Eine besondere Gefahr geht von den Brennhaaren aus, die sich leicht über die Luft verbreiten können. Selbst nach dem Schlüpfen der Falter verbleiben die Haare in den Gespinsten und können dort über mehrere Jahre hinweg ihre gesundheitsschädliche Wirkung behalten. Da sich die Brennhaare leicht durch den Wind verbreiten können, sollten befallene Bereiche konsequent gemieden werden.

Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg empfiehlt daher dringend, befallene Bäume und Gespinste nicht zu berühren und betroffene Bereiche möglichst weiträumig zu meiden. Insbesondere Kinder, Spaziergänger, Radfahrer und Haustierhalter sollten aufmerksam sein. Wer vermutet, mit Brennhaaren in Kontakt gekommen zu sein, sollte die betroffene Kleidung wechseln, die Haut gründlich reinigen und bei gesundheitlichen Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Wichtig: Eine eigenständige Entfernung von Raupen, Nestern oder Gespinsten wird ausdrücklich nicht empfohlen. Durch Erschütterungen können große Mengen an Brennhaaren freigesetzt werden, wodurch sich das Gesundheitsrisiko erheblich erhöht. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch geschulte Fachkräfte mit entsprechender Schutzausrüstung erfolgen.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen in der Regel von April bis Juli aktiv sind. Besonders häufig befällt er Eichen, da deren Blätter die bevorzugte Nahrungsquelle der Raupen darstellen. Vor allem freistehende Eichen an Waldrändern, in Parks, entlang von Straßen oder auf Spielplätzen werden besiedelt. Während der Sommermonate entwickeln sich die Raupen zu Faltern, die jedoch für den Menschen keine gesundheitliche Gefahr mehr darstellen.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung. 

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