Lassen sich die Folgen der Corona-Krise mit Musik vertreiben? Natürlich nicht wirklich - auch nicht in Coburg. Dennoch lässt sich das Landestheater nicht entmutigen und beschenkt sein Publikum zumindest auf digitalem Weg mit Kammermusik. Die per Online-Videos verbreitete Reihe "Klassik am Sonntag" jedenfalls findet inzwischen viel Resonanz bei Musikfans in der Region, die nach wie vor auf Live-Konzerte verzichten müssen.

Drei Musikerinnen des Philharmonischen Orchesters haben für die fünfte Folge der Reihe ein Werk von Antonin Dvorák ausgewählt - das im Januar 1887 in Prag entstandene und zwei Monate später uraufgeführte Terzett C-Dur. Auf der zum Tonstudion umfunktionierten Studiobühne in der Reithalle haben Soweol Kim, Megumi Ikeda (Violine) und Annemarie Birckner (Bratsche) zwei Sätze dieses Terzetts eingespielt.

Im Kopfsatz und dem anschließenden gesanglichen Larghetto demonstrieren die drei Instrumentalistinnen feinsinniges Gespür für Dvoráks Tonfall, für den melodischen Reiz seiner Musik. Im ebenso lebendigen wie präzisen Zusammenspiel entfalten Soweol Kim, Megumi Ikeda und Annemarie Birckner den inneren Reichtum des ungewöhnlich besetzten Werkes.