Das künstlerische Leben kehrt zurück ins Landestheater - vorerst freilich nur schrittweise. Denn in der nächsten Woche wird zumindest der Mitte Dezember wegen der Corona-Krise eingestellte Probenbetrieb eingeschränkt wiederaufgenommen. Zunächst werde nur das Schauspiel proben, erläutert Fritz Frömming, Kaufmännischer Direktor des Landestheaters.

Musiktheater muss weiter warten

Das Musiktheater muss sich derweil wegen der aktuell geltenden strengen Corona-Auflagen weiterhin gedulden und in Kurzarbeit verharren. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür seien in der Zwischenzeit geschaffen worden. Die bestehenden Kurzarbeits-Tarifverträge seien verlängert und zugunsten der Künstler verbessert worden. Gültig sind die neuen Covid-Tarifverträge vorerst bis 31. Juli, so Frömming.

Hoffnung auf Freiluftaufführungen im Frühjahr und Sommer

Unterdessen arbeitet das Führungsteam um Fritz Frömming und Intendant Bernhard F. Loges bereits an Szenarien, wie das Landestheater nach der verlängerten Zwangspause möglichst bald wieder Vorstellungen anbieten kann. "Wir arbeiten mit Volldampf auf die Freiluftaufführungen im Hofgarten hin", kündigt Frömming an.

Wann darf das Landestheater wieder Publikum ins Haus lassen?

Von Ende Mai bis Ende Juli will das Landestheater rund um den Herzog-Alfred-Brunnen spielen. Gleichzeitig aber will das Landestheater bestens vorbereitet sein auf den Tag, an dem das Haus am Schlossplatz wieder für das Publikum geöffnet werden darf.

"Wir bereiten uns darauf vor, so viel wie möglich das herauszuholen, was in der ,Gefriertruhe' liegt", sagt Frömming und meint damit jene Produktionen, die bereits weitgehend geprobt oder gar bis zur Generalprobe gebracht wurden.

Viele Produktionen schon (fast) fertig

Rund 70 bis 80 Prozent der für diese Saison noch geplanten Produktionen seien bereits (fast) fertig und rasch wiederauffrischbar.

Gleichwohl dürfe das Landestheater "die Situation draußen grundsätzlich nicht unberücksichtigt lassen." Wenn es beispielsweise wieder möglich sei, vor lediglich 50 Zuschauern zu spielen, stelle sich natürlich auch die Frage der Wirtschaftlichkeit. "Deshalb suchen wir den idealen Zeitpunkt, an dem eine neue Produktion von den Zuschauern auch wirklich gesehen werden kann", gibt Frömming zu bedenken.

Derzeit plant das Landestheater deshalb in drei möglichen Zeitfenstern. Das erste Zeitfenster reicht nach dem Wiederbeginn des eingeschränkten Probenbetriebs bis Ende Februar. In der Zeit von März bis Mai könnte das Landestheater im Großen Haus Vorstellungen der bereits fertigen Stücke anbieten. Die Freiluft-Festspiele im Hofgarten von Ende Mai bis Ende Juli "nehmen wir derzeit für gesetzt an", so Frömming.

Ende Januar nach einer voraussichtlichen erneuten Bund-Länder-Vereinbarung zur Corona-Krise will das Landestheater neu entscheiden wie ein zweiter Re-Start des Vorstellungsbetriebs funktionieren könnte.