Während des Samba-Festivals in Coburg wird man zukünftig vergebens auf Umzüge hoffen. Logistische Probleme seien der Grund, so der Veranstalter. Jedoch wird verraten was stattdessen am Sonntag geboten sein wird.
Coburger Samba-Festival 2020 ohne Umzug: Ein komplett neues Programm für den Samba-Sonntag in Coburg. Die Vorbereitungen für das Festival im kommenden Juli laufen bereits auf Hochtouren. Wie der Veranstalter Sambaco jetzt mitteilte, wird es am Sonntag keinen Samba-Umzug mehr geben.
Veranstalter: Samba-Umzug mittlerweile zu groß
Sambaco Geschäftsführer Rolf Beyersdorf erklärt: "Ziel ist es, dass unsere Gäste am Sonntag viel Zeit haben das Festival-Flair zu genießen, ohne viele Stunden an einer Umzugsstrecke zu stehen." Durch immer mehr und größere Gruppen sei ein Samba-Umzug wie in den vergangenen Jahren logistisch nicht mehr zu bewältigen, so Beyersdorf. In diesem Jahr hatte der Umzug durch die Stadt fast fünf Stunden gedauert. Viele Teilnehmer, aber auch Festival-Besucher, habe das an ihre Grenzen gebracht.
Einzelne Gruppen auszuschließen oder die Anzahl zu begrenzen, sei für die künstlerische Leitung keine Option gewesen, weswegen die Veranstalter im kommenden Jahr auf die Durchführung eines Samba-Umzugs verzichten werden.
Zum Samba-Festival 2019 kamen 170.000 Besucher: So gut war die Stimmung.
In Verhandlungen mit "Top Act" aus Brasilien
Am Sonntag sollen künftig noch einmal die Highlights des Festivals zu sehen sein: allen voran die Samba-Königinnen, aber auch die brasilianischen Kampftänzer ("Capoeira") sowie die teilnehmenden Samba-Gruppen. Nini Beyersdorf als künstlerische Leiterin des Festivals verspricht zudem bereits jetzt einen "brasilianischen Top Act", mit dem die Organisatoren derzeit noch in Verhandlung stehen, nach Coburg zu holen.
Naja, vermutlich waren die Eintrittsbändchen beim Umzug nur schwer zu kontrollieren. Die Zugänge zu den Bühnen lassen sich besser kontrollieren.
Das war auch mein erster Gedanke ... – dieses Gerede von wegen "Logistik" und den "armen" Zuschauern ... – für wie naiv halten die eigentlich die Leute?
Alles dreht sich beim "Astrid-Lindgren-Wochenende*) ausschließlich um drei Dinge – erstens:Geld; zweitens: mehr Geld; drittens: noch mehr Geld ...
*) zum Gedenken an eines ihrer schönsten Bücher: "Die Kinder aus der Krachmacherstraße" ...
Wir haben uns den Umzug nie angesehen, weil man sich schon Stunden vorher hinstellen musste, damit die Kinder etwas sehen können. Und an die Stände kam man nicht mehr ran, weil man nicht mehr durchgelassen wurde. Wir sind kaum zum Auto durchgekommen. Das hat keinen Spaß mehr gemacht. Ohne Umzug würden wir länger als nur bis 12 Uhr bleiben. Vermutlich war es auch für die Standinhaber nicht verkaufsfördernd.