Tennis-Profi Kevin Krawietz, Weltranglisten-49. im Doppel, gelang bei der diesjährigen 118. Auflage der French Open der zweite und der dritte Sieg. Zusammen mit seinem Kölner Partner Andreas Mies (WRL-50.) bezwang der 27-Jährige aus dem Ahorner Gemeindeteil Witzmannsberg im Stade Roland Garros in Paris am Samstag in der 2. Runde das favorisierte Doppel Jürgen Melzer (Österreich) und Nicolas Mahut (Frankreich) 6:4 und 6:4 und legte im Achtelfinale am Sonntagnachmittag gleich noch nach.

Mit 4:6, 6:4 und 7:5 triumphierten die beiden Deutschen in der Runde der letzten 16 auch gegen den Österreicher Oliver Marach und den Kroaten Mate Pavic. Damit steht das Duo bereits im Viertelfinale und trifft dort auf das serbische Duo

Lajovic/Tipsarevic.

Der Witzmannsberger zeigte an der Seite seines Partners in beiden Wochenendspielen hochkonzentrierte Leistungen. Das gut harmonierende Doppel machte wenig Fehler und breakte stets im richtigen Moment. Die Zuschauer in Paris, die am Samstag natürlich auf der Seite ihres Landsmannes Nicolas Mahut waren, zollten öfters anerkennenden Beifall für die präzisen Volleys und Returns von Krawietz.

Das Aufschlagspiel der beiden Deutschen war nahezu perfekt, so dass der Sieg am Ende trotz der engen Sätze (6:4 und 6:4) verdient war. Das Spiel dauerte gerade einmal eine Stunde und sechs Minuten.

Und auch am Sonntag liefen Krawietz/Mies zur Bestform auf. Nach tollen Ballwechseln und engen Spielen ließen sie dem österreichisch-kroatischen Duo letztlich keine Chance und holten sich zu recht die Glückwünsche ihrer beiden Gegner nach einem hart umkämpften Drei-Satz-Sieg ab.

Im ersten Satz führten sie schnell nach 17 Minuten mit 4:1, verloren dann aber den Faden und den Durchgang noch mit 5:7. Im zweiten Satz steigerten sie sich wieder, führten erneut 4:1 und gewannen dieses Mal das umkämpfte siebte Spiel bei eigenem Aufschlag zum vorentscheidenden 5:2.

Nach dem 6:3-Sieg im zweiten Satz spielten sie im entscheidenden Durchgang kompromissloser und breakten ihre Gegner beim Stand von 5:5 entscheidend. Nach insgesamt 2:03 Stunden gewannen sie 7:5.

Experten trauen Krawietz/Mies in der gezeigten Form jetzt durchaus eine Überraschung bei diesem Turnier zu. Doch Betreuer und Vater Rudolf Krawietz bleibt bescheiden: "Die beiden denken von Runde zu Runde. Im Tennis kann so viel passieren". oph