Nachwuchs im einstigen Herzogshaus: Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha und seine Frau Kelly erwarten im Frühjahr eine Tochter. Ihr künftiger Rang in der Erbfolge ist noch nicht bekannt.
Gemunkelt wurde über den möglichen Nachwuchs ja schon länger. Aber das ehemalige Coburger Herzogshaus ist seit jeher dafür bekannt, nicht in die Öffentlichkeit zu drängen - auch wenn viele "Residenzler" eben noch immer sehr stolz auf die adelige Vergangenheit ihrer Stadt sind. Sehr deutlich zu spüren war das bei der "Prinzenhochzeit" im Mai 2009: Damals säumten tausende Schaulustige die Straßen der Vestestadt. Und: Viele fanden es schade, als die beiden anschließend wieder nach New York gingen, wo sie arbeiteten und wohnten.
Rückkehr im Januar 2012 Aber dann: Im Januar 2012 konnte das Tageblatt titeln "Ein Prinz kehrt heim". Denn Hubertus übernahm von seinem Vater den geschäftsführenden Vorsitz der herzoglichen Stiftungsverwaltung - und zog mit Frau Kelly von New York nach Coburg.
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Nun, zwei Jahre später, also wieder eine bemerkenswerte Schlagzeile: Nachwuchs im ehemaligen Herzogshaus!
So teilte die Herzogliche Hauptverwaltung am Mittwoch mit, dass Hubertus und Kelly "im späten Frühjahr" die Geburt ihres ersten Kindes erwarten. Ebenso wird verraten, dass es ein Mädchen wird. Von Prinz Hubertus gibt es zu dieser freudigen Nachricht noch folgende Stellungnahme: "Meine Frau und ich sind überglücklich über die bevorstehende Geburt, und wir erwarten die Erweiterung unserer Familie mit viel Freude und Spannung!"
Noch nicht bekannt ist, welchen Rang die kleine Prinzessin in der Erbfolge im "Hause Sachsen-Coburg und Gotha" einnehmen wird. Bei Hubertus war beziehungsweise ist es noch so, dass nicht automatisch (sprich: unabhängig vom Geschlecht) der oder die Erstgeborene an erster Stelle steht, sondern dass Söhne den Vorrang vor Töchtern haben.
Ob dies - wie in anderen Adelshäusern zum Teil bereits geschehen - geändert wird, ist noch offen und derzeit auch kein vorrangiges Thema.
Attraktives Schloss Callenberg Immerhin stehen allen voran Prinz Hubertus ereignisreiche Wochen und Monate bevor. So wird er bei der Kommunalwahl am 16. März auf der Liste der CSU erstmals für den Coburger Stadtrat kandidieren. Außerdem ist er darum bemüht, Schloss Callenberg mit seinen Museen als Ausflugsziel noch attraktiver zu machen. So sind zum Beispiel auch in diesem Jahr diverse Aktionen und Sonderausstellungen geplant.
HINTERGRUND Prinz Andreas Chef des "Hauses Sachsen-Coburg und Gotha" ist bis heute Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha.
Er wurde 1943 als ältester Sohn von Prinz Friedrich Josias (1918 bis 1998) und dessen erster Frau, Prinzessin Viktoria Luise, geboren. Prinz Andreas ist ein Ur-ur-Enkel von Queen Victoria und Prinz Albert. Er ist Alleinerbe seines Großvaters Carl Eduard, des letzten regierenden Herzogs von Coburg. Mit seiner Frau, Prinzessin Carin, hat er drei Kinder: Stephanie (geboren 1972), Hubertus, (1975) und Alexander (1977).
Prinz Hubertus Geboren in Hamburg, wuchs Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha in Coburg auf. Er besuchte das Gymnasium Casimirianum und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Würzburg, London und München. Von 2006 bis 2011 war er für eine Bank in New York tätig.
In New York lernte er auch die Amerikanerin Kelly Rondestvedt kennen, die er 2009 heiratete - bei der damaligen "Prinzenhochzeit" in Coburg säumten tausende Schaulustige die Straßen der Vestestadt und jubelten sowohl dem Brautpaar als auch den vielen prominenten Gästen wie etwa König Carl Gustaf und Königin Silvia von Schweden zu. Seit 1998 schon arbeitet Prinz Hubertus im Vorstand der herzoglichen Stiftungen mit; zum 1. Januar 2012 übernahm er von seinem Vater Andreas deren geschäftsführenden Vorsitz. Deshalb zog er auch mit Frau Kelly von New York nach Coburg.
Künftige Prinzessin Ein Blick in den Stammbaum des Hauses zeigt: Die Tochter, die Hubertus und Kelly erwarten, wird eine Ur-ur-ur-ur-Enkelin von Queen Victoria und Prinz Albert sein.
Herzogshaus heute Das Vermögen des früheren Herzogshauses wird von zwei Stiftungen verwaltet: Die Familienstiftung betreibt Forstwirtschaft in Bayern, Thüringen und Österreich und unterhält die Schlösser Callenberg (Coburg) und Greinburg (Oberösterreich). Die Kunststiftung bewahrt das Kunst- und Kulturgut. Infos: www.sachsen-coburg-gotha.de
... war es, dass seine erlauchtigte Ehrwürdigkeit Prinz Hubertus sein Weib auf normalen Wege geschwängert hat. Wenn man der Überschrift folgt ("Kleine Prinzessin in Coburg IM ANFLUG"), wird es sich wahrscheinlich um eine Adoption aus einem Drittland handeln. Denn ich bin ja kein Experte in "royalen Empfängnissen", aber normalerweise wird weder bei der Empfängnis, noch bei der Geburt viel geflogen.
lieber Steng2012. Mir ist es unbegreiflich, wie man heute noch diesen Menschen so nachlaufen kann. Jahrhundertelang haben sie sich auf Kosten ihrer Untertanen - teilweise auf brutalste Art und Weise - bereichert und haben Krieg und Not über ihr Land gebracht und jetzt sollen wir diesen Menschen auch noch zujubeln. Also gut, tun wir ihnen den gefallen: Ein dreifach HOCH auf Prinz Hubertus, der etwas geschafft hat, dass Milliarden Menschen vor ihm auch schon gekonnt haben: eine Frau schwängern. Ich kann es nicht anders ausdrücken: ein wahrer Teufelskerl, der Mann. Wenigstens ist es im Gegensatz zu seinem Parteivorsitzenden seine Ehefrau.
Aber mal ehrlich, ich könnte den ganzen Tag ko...., wenn ich sowas lesen muss. So unvollkommen unser demokratisches System ja sein mag, aber ich danke Gott täglich dafür, dass wir nicht mehr von so einer Bande abhängig sind. Die ganzen von und zu und auf und nieders können mir geflissentlich den Buckel runterrutschen.
das Brimborium, das um die Geburt eines Kindes gemacht wird, das im Frühjahr zur Welt kommen soll, weil es „Nachwuchs“ aus einem „einstigen Herzogshaus“ ist, was ja gar nicht möglich ist. Da die „einstigen Herzogshäuser“ passé sind, kann es keinen Nachwuchs in denselben geben. Und da es „jetzige Herzogshäuser“ auch nicht gibt, kann es auch keine Kinder in solchen Häusern geben. Dieser Unfug mit Herzogshäusern etc. ist seit bald hundert Jahren abgeschafft.
In Coburg, bei den Kartoffelbayern“, bleibt die Unsitte bestehen. Und die Zeitung legt kräftig drauf, damit der Humbug weitergeht.
Nicht vergessen werden darf selbstverständlich, dass der Papa dieses Kindes für die CSU als Stadtrat kandidiert, damit der letzte Coburger weiß, wem er seine Stimme zu geben hat. Vielleicht denken die Wähler wenigstens gelegentlich daran, dass ihre Vorfahren wie Leibeigene dieses Geschlechts behandelt wurden und nichts zu melden hatten, statt den Nachkommen dieser Herrschaften wie läufige Hunde nachzurennen.
dass die königliche Verwandtschaft des britischen Königshaus Windsor - bis 1917 noch Königshaus Sachsen-Coburg und Gotha bzw. Saxe-Coburg and Gotha - nicht an der Trauerzeremonie teilnahm.