Geboren aus Feuer und Eis - so wird Island gerne beschrieben. Die in unmittelbare Nähe zum nördlichen Polarkeis gelegene Vulkaninsel ist nicht nur in geologischer Hinsicht ein Kosmos ganz eigener Art. Auch künstlerisch weiß Island zu faszinieren - das belegt die aktuelle Episode der Reihe "Klassik am Sonntag".

Schließlich ist diese Folge mit der isländischen Sopranistin Rannveig Káradóttir und Mairi Harris-Grewar am Flügel ausschließlich Werken isländischer Komponisten gewidmet. "Diese Musik ist besonders", erklärt Rannveig Káradóttir und verrät auch, warum das so ist: "Weil Island lange isoliert war." Deshalb "hört man alte Klänge in neuer Musik" - Einflüsse der klassisch-romantischen Liedkomponisten Beethoven, Schubert und Schumann.

Wunschkonzert

Mit großer gestalterischer Intensität interpretiert Rannveig Káradóttir diese Lieder, darunter auch eine Uraufführung - das ihr gewidmete Lied "Fossinn minn" von Helgi R. Ingvarsson. Dabei entfaltet die Sopranistin weite melodische Bögen mit fein differenzierter Dynamik. Am Steinway-Flügel in der Coburger Reithalle begleitet die aus Schottland stammende Pianistin Mairi Harris-Grewar einfühlsam und gleichfalls mit großer gestalterischer Intensität. "Klassik am Sonntag" wird so zur spannenden musikalischen Island-Reise.

Wie alle weiteren Folgen ist dieser "Klassik am Sonntag"-Beitrag auf dem YouTube-Kanal des Landestheaters verfügbar (https://www.landestheater-coburg.de/ltchome/).

Dort gibt es auch eine weitere neue Folge der digitalen Wunschkonzert-Reihe "Singbar". Dabei interpretiert Renate Kubisch, Cellistin des Philharmonischen Orchesters, einen Titel des griechischen Komponisten Vangelis: "Conquest of paradise". Eingespielt hat sie das Stück auf ihrem e-Cello mit Hilfe von Loop-Technik. jb