Das Große Haus am Schlossplatz ist dringend sanierungsbedürftig, die Fortsetzung der unterbrochenen Spielzeit völlig ungewiss und auch der Start in die neue Saison mit vielen Fragezeichen versehen.

Damit aber nicht genug. Denn in Zeiten der Corona-Krise muss sich das Führungsteam im Landestheater auch noch auf neue Ansprechpartner an der Stadtspitze, im Stadtrat und im Verwaltungsausschuss einstellen.

Trauenen sich heimliche Theater-Skeptiker aus der Deckung?

Die Theaterleitung ist optimistisch, dass die vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre unter Leitung des ehemaligen Oberbürgermeisters Norbert Tessmer ihre Fortsetzung finden werde unter der Ägide des Tessmer-Nachfolgers Dominik Sauerteig. Gleichwohl gibt es da und dort die Sorge, mancher (heimliche) Theater-Skeptiker könnte die Ausnahmesituation durch die Corona-Pandemie dazu nutzen, das unverrückbare Bekenntnis der Stadt Coburg zu ihrem Landestheater in Frage zu stellen.

Wer freilich mit solchen Gedanken spielt oder spielen sollte, spielt mit einem zentralen Erfolgsfaktor für Coburgs Zukunft. Denn Coburgs Zukunft als "Stadt der Chancen" ist untrennbar verzahnt mit einer Attraktivität, die die Stadt in einem beachtlichen Maße eben auch dem Landestheater und seiner Anziehungskraft weit über die Region hinaus verdankt.

Der neue Spielplan jedenfalls erweist sich als spannendes Versprechen mit der Hoffnung auf viele interessante Theaterabende. Zudem beweist er die Fähigkeit der Theatermacher um Intendant Bernhard F. Loges, sich mit Fantasie und Kreativität rasch einzustellen auf neue Herausforderungen und veränderte Rahmenbedingungen im Zeichen der Corona-Krise.