Seit 2000 war die Tourist-Info in der Herrngasse eine der Vorverkaufsstellen des Landestheaters. Doch der Aufwand lohne den Ertrag nicht mehr, sagte TMC-Betriebsleiter Michael Amthor am Donnerstag im des Betriebssenat. Waren 2011 noch 15 285 Karten verkauft worden, so gingen 2015 nur noch 11 021 über den Tresen; bis Juni wurden im Jahr 2016 noch 4724 Tickets verkauft. Inzwischen gebe es auch genug weitere Vorverkaufsstellen, wie zum Beispiel die Geschäftsstelle des Tageblatts. Auch im Mehrgenerationenhaus am Bürglaßschlösschen würden künftig Theaterkarten verkauft. Hinzu komme der Vertrieb übers Internet.

Auch als Verkaufsstelle für Sambabändchen hat die Tourist-Info offenbar an Anziehungskraft verloren: 2012, im besten Jahr, wurden 8264 Bändchen verkauft; 2016 waren es (bis Juni) 4731. Auch da machte Amthor das Internet als Konkurrenten aus.
Das Sambafestival findet immer am zweiten Wochenende im Juli statt.

Den Sambavorverkauf sowie den von weiteren Veranstaltungen wie HUK-Coburg-Open-Air-Sommer oder Neujahrskonzert will der TMC beibehalten. Es handele sich um Veranstaltungen mit städtischer Beteiligung, sagte Amthor. Die Stadt sponsort über den TMC das Sambafestival mit 100 000 Euro, Vogelschießen und Schlossplatzfest mit je 5000 Euro und die HUK-Coburg-Open-Airs mit 30 000 Euro. Die Unterstützung erfolgt in Form von Sachleistungen und handwerklichen Dienstleistungen. Diese Zahlen nannte Amthor im Geschäftsbericht 2014, der gestern abgesegnet wurde. Den jährlichen Zuschuss fürs Sambafestival hat der Stadtrat bis 2017 bewilligt; dann muss neu verhandelt werden.