Für einen besonderen Abend wurde die Johanneskirche in Elsa zum historischen Kammermusiksaal mit besten akustischen Rahmenbedingungen für ein interessantes Programm.


Zu Gast in Elsa waren zwei Gründungsmitglieder des renommierten Originalklang-Ensembles Movimento: die Barockgeigerin Veronika Skuplik und der Organist und Cembalist Christoph Lehmann.


Im Gepäck hatte das Duo ein sorgfältig konzipiertes Programm, das italienische Musik des 17. Jahrhunderts am einstigen Habsburger Hof umfasste.


Ausdrucksvolle Klangrede


Musik als Klangrede - diese von Nikolaus Harnoncourt geprägte Formel für die Interpretation sogenannter Alter Musik beherzigten Veronika Skuplik und Christoph Lehmann in ihren Interpretationen vor erfreulich zahlreichen Zuhörern.


Sehr einprägsam entfaltete sich der Klang der Barockvioline - schlank und klar in den Konturen, plastisch in der Artikulation erklangen die ausgewählten Werke, darunter eine klangvolle Sonate des einst am Wiener Hof tätigen italienischen Geigers und Komponisten Antonio Bertali und zwei Sonaten eines Anonymus, die Veronika Skuplik in der British Library entdeckt hat.


Dabei bedeutete diese klare Artikulation keineswegs den Verzicht auf Gesanglichkeit - im Gegenteil. Schließlich achtete Veronika Skuplik stets darauf, die Musik lebendig atmen zu lassen im Dialog mit Christoph Lehmann an Orgel und Cembalo. jb