Zum Ausgangspunkts seiner satirischen Kritik in der am Freitag ausgestrahlten Sendung nimmt Böhmermann eine Meldung des Online-Portals infranken.de mit der Schlagzeile "Brose setzt Coburg unter Druck: Anwohner des Weichengereuth sind voller Sorgen". Hinter dieser Meldung steht die bereits Ende Januar erneut aufgeflammte Diskussion um einen möglichen vierspurigen Ausbau der B 4 im Bereich Weichengereuth.

Stadt lehnt B4-Ausbau ab

Diesen lange Jahre auch von der Stadt Coburg angestrebten Ausbau hatte der Stadtrat im Mai 2020 jedoch mehrheitlich abgelehnt. Nachdem Brose Ende Januar seinen Investitionsplan am Standort Coburg in Höhe von bis zu 130 Millionen Euro samt neuem Logistikzentrum und Anbindung über die B 4 vorgestellt hatte, wurde schnell darüber diskutiert, diese Investitionen seien an den eigentlich schon abgelehnten B4-Ausbau im Weichengereuth geknüpft.

Brose erwarte für seine Investitionen in Coburg eine Gegenleistung von der Stadt, behauptet Böhmermann. Die Stadt Coburg solle die mehre Millionen Euro teure Altlastenentsorgung am geplanten Erweiterungsstandort übernehmen.

Außerdem müsse die Stadtautobahn von zwei auf vier Spuren ausgebaut werden, referiert Böhmermann: "Die Stadt Coburg hat dazu zwar schon nein gesagt, aber wäre ja nicht besser für die Brose AG?" Stoschek habe dazu einen Brief direkt an Bayern Ministerpräsident Markus Söder geschrieben und gedroht, Brose verlege die gesamte Firmenzentrale nach Bamberg.

Übrigens: Bereits in der ersten Sendung seines Satiremaginzins Anfang November vergangenen Jahres hatte Böhmermann das Wirken der Unternehmer-Familie Stoschek kritisch thematisiert.

Auch in seinem erneuten Anti-Stoschek-Beitrag beschränkt sich Böhmermann auf bereits bekannte Fakten.