In Schorkendorf, direkt neben der B 303 gelegen, wird ein Diska-Lebensmittelmarkt entstehen: Nutzfläche 1195 Quadratmeter, Verkaufsfläche inklusive Bäcker und Metzger rund 800 Quadratmeter, 65 Pkw-Stellplätze. Mit dem einstimmigen Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes Sondergebiet "Nahversorgung Schorkendorf" und der dafür erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes gab der Gemeinderat am Dienstagabend grünes Licht.

Mit offenen Armen wurde Frank Schellenberg, Prokurist beim Investor Auer Grundbesitz GmbH, in der Gemeinde empfangen. Als Partner des Unternehmens steht Edeka mit der 100-prozentigen Tochter Diska in den Startlöchern.

Unzählige Gespräche haben jetzt ein Ergebnis

Damit dürfte sich ein sehr lang gehegter Wunsch der Gemeinde Ahorn erfüllen. Seit nunmehr 20 Jahren ist hier die Nahversorgung ein zentrales Thema, das sich mit der Schließung des einzigen Lebensmittelgeschäftes vor knapp zwei Jahren verschärft hatte. Seitdem, so Bürgermeister Martin Finzel (parteilos), habe man sich noch intensiver mit der Problematik beschäftigt, unzählige Gespräche geführt, Kontakte zu Lebensmittelkonzernen aufgenommen und auch neue Wege gesucht. Beispielsweise hatten Studenten des Studiengangs Zukunftsdesign der Hochschule Coburg erst Mitte vergangenen Jahres eigene Ansätze und Alternativen zur Nahversorgung in Ahorn entwickelt und vorgestellt.

Nun scheint eine Lösung in Sicht. Mit der Tochtergruppe Diska konzipiert Edeka Lebensmittelmärkte auch für den ländlichen Raum. Zentral an der Bundesstraße 303 und der Kreisstraße am Ortseingang von Schorkendorf gelegen, wird der neue Lebensmittelmarkt ein wichtiger Baustein dieses Konzepts sein. "Ein Glücksfall für die Wohnsitzgemeinde Ahorn", sagt Finzel, und Frank Schellenberg nennt es einen Meilenstein für eine gute Wohninfrastruktur.

Im ersten Schritt wird nun ein vorhabensbezogener Bebauungsplan Sondergebiet "Nahversorgung Schorkendorf" aufgestellt. Parallel dazu muss der Flächennutzungsplan von bisher Mischgebiet in Sondergebiet geändert werden. Derzeit wird zudem ein Verkehrsgutachten erstellt, das die Zufahrten und notwendigen Aufstellflächen untersucht. Schellenberg sagte, außerdem seien ein Entwässerungskonzept und Emissionsuntersuchungen notwendig.

Eröffnung in eineinhalb Jahren geplant

Der optimale Zeitplan, so wünscht sich das der Investor, sieht vor, dass Anfang Juni der Bauantrag gestellt werden kann, Ende Juli der Satzungsbeschluss erfolgt, Ende September der Baubescheid vorliegt, am 1. Oktober der Baustart für Tiefbau und Fundament erfolgen und noch vor den Sommerferien 2022 die Eröffnung gefeiert werden kann. Ein sportlicher Zeitplan für das große Projekt, aber alle sind optimistisch.

Und Bürgermeister Martin Finzel appelliert schon jetzt an die Bürger der Gemeinde und der anliegenden Kommunen, die dann neu geschaffenen Angebote auch reichlich zu nutzen, um deren Erhalt auf Dauer zu sichern.