Als "nicht fair" bezeichnet es Jürgen Heeb, dass die Verantwortlichen des TSV Bertelsdorf im Zusammenhang mit der derzeitigen Krise des Vereins auch Vorwürfe an die Stadt Coburg gerichtet haben. "Der TSV wird garantiert nicht schlechter behandelt als alle anderen Vereine", sagte Heeb dem Tageblatt, und zwar sowohl in seiner Funktion als Vorsitzender des Sportverbands als auch als Stadtrat.

Uwe Schäftlein hatte bei der Hauptversammlung geklagt: "An einem kleinen Vorstadtverein wie dem TSV Bertelsdorf ist die Sportstadt Coburg nicht interessiert." Uwe Schäftlein hatte sich als Vorsitzender nicht mehr zur Wahl gestellt, muss das Amt jetzt aber mangels Nachfolger vorerst noch kommissarisch weiterführen. Sollte innerhalb der nächsten drei Monate keine neue Führung gefunden werden, droht dem TSV die Auflösung.


Personelle Probleme überall

Jürgen Heeb weiß, dass es schwierig ist, heutzutage noch Ehrenamtliche für eine Führungsaufgabe zu finden. "Dieses Problem zieht sich durch alle Vereine." Zum zeitlichen Aufwand, der damit verbunden sei, komme auch immer mehr die hohe Verantwortung, allen voran gegenüber dem Finanzamt. Doch die Vorwürfe, die Stadt unterstütze den TSV zu wenig, weist er entschieden zurück. So bekomme der Verein laut Heeb jährlich direkte und indirekte Zuschüsse "im fünfstelligen Bereich". An konkreten Maßnahmen aus der jüngeren Vergangenheit zählt Heeb Zuschüsse für den Bau einer Flutlichtanlage, für die Sanierung der Kegelbahn oder auch für die Errichtung eines Ballfangzauns auf. Zudem übernehme die Stadt die Rasenpflege des Fußballplatzes und sie stelle das Gemeindehaus dem Verein zur Verfügung.