Gezerre und Kampf um Zentimeter in Neustadt

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Das Siegerteam aus Aicha rüstet sich zum Tauziehen gegen die Gastkinder aus der Ukraine. Foto: Manja von Nida
Das Siegerteam aus Aicha rüstet sich zum Tauziehen gegen die Gastkinder aus der Ukraine. Foto: Manja von Nida
Die Gegner des Teams aus Aicha sind die Gastkinder aus Tschernobyl. Und sie gewinnen! Foto: Manja von Nida
Die Gegner des Teams aus Aicha sind die Gastkinder aus Tschernobyl. Und sie gewinnen! Foto: Manja von Nida
 
Keine Chance für das Bauhof-Team in dieser Runde Foto: Manja von Nida
Keine Chance für das Bauhof-Team in dieser Runde Foto: Manja von Nida
 
Foto: Manja von Nida
Foto: Manja von Nida
 
Und schon liegt das LAV 02-Team mit Kulturamtsleiter André Röttger (rechts) am Boden. Foto: Manja von Nida
Und schon liegt das LAV 02-Team mit Kulturamtsleiter André Röttger (rechts) am Boden. Foto: Manja von Nida
 
Die sonst so starken Bauhofmänner geben sich geschlagen. Foto: Manja von Nida
Die sonst so starken Bauhofmänner geben sich geschlagen. Foto: Manja von Nida
 
"Die schwarn Säu aus Äch" kämpfen, was das Zeug hält. Foto: Manja von Nida
"Die schwarn Säu aus Äch" kämpfen, was das Zeug hält. Foto: Manja von Nida
 
Foto: Manja von Nida
Foto: Manja von Nida
 
Alle Mannschaften des Tauziehens Foto: Manja von Nida
Alle Mannschaften des Tauziehens Foto: Manja von Nida
 
Die Kinder aus Tschernobyl nehmen ihren Pokal entgegen. Foto: Manja von Nida
Die Kinder aus Tschernobyl nehmen ihren Pokal entgegen. Foto: Manja von Nida
 
Die Mannschaft Heimspiel Foto: Manja von Nida
Die Mannschaft Heimspiel Foto: Manja von Nida
 
Das Siegerteam aus Aicha wird von Stadträtin Gabriele Hofmann geehrt. Foto: Manja von Nida
Das Siegerteam aus Aicha wird von Stadträtin Gabriele Hofmann geehrt. Foto: Manja von Nida
 
Die LAV 02-Mannschaft Foto: Manja von Nida
Die LAV 02-Mannschaft Foto: Manja von Nida
 

Bei "Swing im Park" lag Wettkampfluft über dem Freizeitpark. Die stärkste Mannschaft Neustadts sollte ermittelt werden.

Jetzt hat das Team aus dem kleinen Neustadter Ortsteil Aicha beim swingenden Wochenende im Park Villeneuve-sur-Lot allen bewiesen, welcher Stadtteil "olympisches Gold" abräumt und wo Neustadts stärkste Mannschaft steckt: ganz klar in Aicha - und die waren in Topform! Bereits am Samstag hatte sich das Team aus dem Stadtteil Aicha bei der Stadtteilolympiade den ersten Platz gesichert. Sonntags wurden "Die schwarzn Säu aus Äch" beim Tauziehen-Wettbewerb auch noch zur stärksten Mannschaft gekürt. "Und wir waren nicht mal gedopt, haben nur reinen Gerstensaft als Kraftnahrung genossen", ulkten "Die schwarzn Säu aus Äch" augenzwinkernd. "Wir waren die letzten drei Jahre dabei und haben jetzt auch dreimal hintereinander gewonnen", stellten sie nicht ohne Stolz fest. Nächstes Jahr wollen die kernigen Burschen aus Aicha wieder antreten und ihren Muskelkraft-Titel erneut verteidigen. 1#googleAds#100x100 Das kündigten sie gegenüber den anderen Mannschaften und dem Publikum an.

Fünf sportliche Teams, "Die schwarzn Säu aus Äch", der "LAV 02", "Gaststätte Heimspiel" sowie "Bauhof I" und "Bauhof II Ü50" traten mit geballter Muskelkraft zum Wettkampf an. Das war vielleicht ein Gezerre und ein Hin und Her. Rüber und nüber ging es. Ein paar Schritte in die Richtung, dann wieder in die andere. Kampf um Zentimeter. Mit vereinten Kräften wehrte sich jede Mannschaft dagegen, dem Gegner zu unterliegen. Jeder zog am Tau, stemmte sich mit aller Kraft gegen die Richtung des Gegners. Mit aufgeblasenen Backen und schmerzverzerrten Gesichtern waren die gestandenen Mannsbilder kaum wiederzuerkennen. Sie gaben alles.


Lautstarkes Anfeuern

Unter ihnen auch Neustadts sportlicher Kulturamtsleiter André Röttger ("LAV 02"-Team). Während Röttger im Referat I Bereich Kultur Sport seine Geisteskräfte walten lässt, forderte dieser Wettkampf ganzen Körpereinsatz. Das Publikum, das dicht gedrängt am Rand stand und die Szenerie beobachtete, feuerte lautstark durch Zurufe und Pfiffe die jeweiligen Favoriten an.

Doch bevor der Wettkampf richtig losging, begrüßte Moderator Georg Hofmann, Awo-Vorstandsmitglied des Wettbewerb-Ausrichters, die Tschernobyl-Kinder. Die kleinen Gäste aus der Ukraine, die dank der Tschernobyl-Kinderhilfe Neustadt zur Zeit einen vierwöchigen Genesungsurlaub in Neustadt verbringen dürfen, zählten zu den besonderen Ehrengästen. Dieter Wolf, Vorsitzender der Neustadter Kinderhilfe, arbeitet mit seinem Team stets ein erlebnisreiches Ferienprogramm für die Kinder aus. Dabei wird Wolf von vielen Vereinen, Institutionen und Firmen durch Spenden und Sachwerte unterstützt. Für die Neustadter ist es schon lange eine Selbstverständlichkeit, die kleinen Urlaubsgäste zu ihren Festen einzuladen.


Auftritt der Gastkinder

Zwölf Mädchen und acht Buben, alle in roten FC-Bayern-Trikots und mit schwarz-rot-gelben Base Caps ausstaffiert, bekamen beim Tauziehen vor großem Publikum ihren eigenen Auftritt. Sie durften zuerst ihre Kräfte messen, Mädchen gegen Jungen. Die Mädchen wurden klarer Sieger.

Aber das war noch nicht alles: Vor der großen Siegerehrung gab es für die Gastkinder noch eine weitere Überraschung: Dann zogen 20 Kinderhände das dicke Tau gegen das Siegerteam aus Aicha - und die Kinder siegten. So viele Glücksmomente hatten sie in ihrem jungen Leben sicherlich noch nicht so viele erlebt. Und wie sie sich freuten!


Die Herzen schmolzen

Die Kinder verlieren zu lassen, das brachten die starken Mannen des Aicha-Teams nicht übers Herz. Beim Anblick der kindlichen Freude bei dieser Gaudi schmolzen die Herzen der Sportler und der Zuschauer.

Zur Erinnerung erhielten alle Teams von Stadträtin Gabi Hofmann (SPD) eine Urkunde, glänzende Pokale, Preisgelder, viele Gutscheine für alles mögliche Brauchbare und ganz viele Bratwürste obendrauf. Und diese reichten die Teams spontan für die Verpflegung der Gastkinder weiter, für die vielen Grillabende in ihrem Urlaubsdomizil im Pfadfinder-Haus in Fornbach. Preise hatten die Stadträte Gabriele Hofmann und Bernd Gärtner gestiftet.