Überhöhter Preis während Samba? Café-Inhaber spricht von Fehler und macht Angebot

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Das Samba-Festival in Coburg
Das Samba-Festival in Coburg steht für Stimmung und gute Laune. Weniger gute Laune hatten einige Besucher wegen der Getränkepreise in den angrenzenden Gastro-Betrieben.
Das Samba-Festival in Coburg
Sebastian Lietsch

Im Netz tobt eine Diskussion wegen überhöhter Getränkepreise beim Samba-Festival in Coburg. Der Shitstorm bricht über ein Café herein. Der Inhaber bezieht Stellung.

Große Aufregung um das Café Cappuccino in Coburg: In einer Coburger Facebookgruppe kursiert ein Foto von der Getränkekarte während des Samba-Festivals. Darauf zu sehen ist ein Preis von 6,10 Euro für ein großes Mineralwasser. Darunter sind mittlerweile mehr als 300 Kommentare aufgelaufen, viele davon erbost. Von Abzocke ist da die Rede. "Pure Geldgier" wirft ein Nutzer dem Cafébetreiber vor. Manche kommentieren resigniert "Samba halt" - und meinen damit, dass in vielen Gastronomiebetrieben in der Coburger Innenstadt die Preise höher sind als sonst.

Christian Schubart nehmen die negativen Kommentare und Reaktionen in dem sozialen Netzwerk mit. Der Inhaber des Cafés teilt im Gespräch mit inFranken.de mit, dass es sich beim Preis auf der Karte um einen Fehler gehandelt habe. "Eine Stammkundin hat uns darauf hingewiesen", erklärt er.

Coburger Café-Inhaber weist Abzocke-Vorwurf entschieden zurück

Tatsächlich sei im Kassensystem und auf der Karte während des Samba-Festivals von Freitag, 17 Uhr, bis Samstagnachmittag der falsche Preis hinterlegt gewesen und auch abgerechnet worden, räumt er ein. Dann sei der Fehler aber korrigiert und das große Mineralwasser zum Preis von 5,00 Euro angeboten worden. "Fehler passieren halt", wirbt er um Verständnis. "Wer 1,10 Euro zu viel bezahlt hat, kann gerne bei uns vorbeikommen", bietet er an.

"Ich kann nachvollziehen, dass die Preise gerade bei uns stark hinterfragt werden", sagt Schubart, der mehrere Betriebe in Coburg führt. Aber den Vorwurf der Abzocke, wie er vielfach auf Facebook geäußert wird, "weisen wir entschieden zurück". 

Für die Zeit des Samba-Festivals werde das Angebot immer an die Veranstaltung angepasst. Sprich: Die Preise sind für das Festivalwochenende etwas höher. Das habe aber auch mit den höheren Kosten zu tun, die in den innerstädtischen Gastrobetrieben in diesen Tagen anfallen: Sanitäre Anlagen, die häufiger gereinigt werden müssen; Gläser, die zu Bruch gehen; mehr Personaleinsatz; höhere Lagerkosten.

"Wir sind offen für Kritik"

Dass nun ein mittlerer Shitstorm auf Facebook über seine Konditorei und damit auch über seine Mitarbeiter hereinbricht, wurmt Christian Schubart. "Wir sind offen für Kritik", sagt er. "Aber bitte auf sachlicher Ebene." Im Café Cappuccino selbst sei wegen des überhöhten und fehlerhaften Mineralwasserpreises niemand auf ihn oder das Personal zugekommen.