Kaltenbrunn im Itzgrund
Verkehr

Freie Fahrt im Winter? So schaut's aus in Kaltenbrunn

Was passiert, wenn die Brücke über die Freiberger Straße in Kaltenbrunn im Landkreis Coburg fertig ist. Und wo eine Ampel bleiben wird.
Bald  geht da was: Noch aber muss sich der Verkehr per Ampelregelung  gesteuert an der  Brückenbaustelle in Kaltenbrunn vorbeiquetschen. - Foto: Berthold Köhler
Bald geht da was: Noch aber muss sich der Verkehr per Ampelregelung gesteuert an der Brückenbaustelle in Kaltenbrunn vorbeiquetschen. - Foto: Berthold Köhler
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Ein paar Wochen noch müssen die Autofahrer auf der vielbefahrenen Bundesstraße 4 durch den Itzgrund warten, dann haben sie wieder freie Fahrt. Das hat auf Tageblatt-Nachfrage Günter Engelhardt, Sachgebietsleiter beim Staatlichen Bauamt in Bamberg bestätigt: "Unser Ziel ist es weiterhin, dass wir spätestens Ende des Jahres den Verkehr vom Begleitweg zurück auf die Bundesstraße verlegen."

Mit dem Verlauf der Baustelle sind sie bei der für die B4 zuständigen Kronacher Servicestelle des Bauamtes zufrieden. "Wir liegen richtig gut im Plan", sagte Engelhardt. Derzeit befinden sich die Arbeiten für die neue - deutliche größere - Brücke über die Freiberger Straße in der Endphase, das Bauwerk dürfte im Laufe des Dezembers fertig werden. Dann herrscht Winterruhe auf der Baustelle. Nina Liebermann (CSU), Bürgermeisterin der Gemeinde Itzgrund, freut sich schon darauf. "Zuletzt ist der Verkehr eher mehr als weniger geworden", sagt sie mit dem Wissen, dass viele ortskundige Autofahrer die Baustellenampel über die Coburger Straße in Kaltenbrunn umfahren. Aber immerhin: Es werde kaum zu schnell gefahren.

Was die neue Brücke kostet

Gesperrt ist derzeit auch die unter der Brückenbaustelle befindliche Freiberger Straße. Die dient als Anbindung für das Neubaugebiet im Kapellenfeld. Und die Sperrung wird auch bleiben. Deshalb erfolgt die provisorische Erschließung des Neubaugebietes weiterhin über die Coburger Straße und die Rathausstraße mit Querung der B 4. Natürlich auch mit der Ampel, die aber während der Winterpause auf der Baustelle so geschaltet wird, dass nur bei Bedarf die Querung der Bundesstraße auf Grünlicht geschalten wird. Nach Einschätzung von Günter Engelhardt wird diese Regelung vermutlich auch bis ins zweite Quartal des kommenden Jahren hinein erhalten bleiben.

Laut Ausschreibung betragen die Gesamtkosten 2,71 Millionen Euro. Darin enthalten sind Ausgaben von knapp einer Million Euro, für die die Gemeinde aufkommen muss. Dafür wird die bislang sehr schmale Durchfahrt der Freiberger Straße unter der B4 hindurch deutlich breiter, sie bekommt einen Fußweg mit sicherer Beleuchtung und der unbenamte Graben von der Freiberger Höhe herab wird mit einer starkregentauglichen Leitung ans örtliche Kanalnetz angebunden.

Und was ist mit Gleußen?

Der Anteil des Bundes für die Brücken beträgt rund 1,72 Millionen Euro. Dazu kommen noch einmal 420000 Euro für die Oberbausanierung zwischen den beiden Zufahrten nach Kaltenbrunn. Diese ist für Mitte kommenden Jahres geplant - sozusagen als Schlusspunkt der dann gut ein Jahr laufenden Bauarbeiten.

Vom Tisch ist der ursprünglich für heuer vorgesehene zweite Abschnitt beim Ausbau der Staatsstraße 2204 im Bereich der Gleußener Ortsdurchfahrt. "Wir bereiten die Ausschreibung so vor, dass wir im Frühjahr mit den Bauarbeiten beginnen können", berichtete Günter Engelhardt. Derzeit läuft die Abstimmung mit der Gemeinde, die die Fahrbahnsanierung vom Ortseingang bis zur Abzweigung in die "Alte Poststraße" nutzen möchte, um dort ihrerseits unter anderem die Versorgungsleitungen (Kanal, Wasser und Abwasser) zu erneuern. Ursprünglich war geplant, den gemeindlichen Teil noch in diesem Jahr in Angriff zu nehmen. Aber dann verabschiedeten sich alle Beteiligten vom Gedanken, in Gleußen mit einer provisorischen Lösung für die Straße über die Winterpause zu kommen. Die Arbeiten werden nun komplett im Jahr 2022 durchgezogen, idealerweise gleich nach Ende der Frostperiode. Gleiches gilt auch für den Radweg-Lückenschluss zwischen der Gleußener Südzufahrt und dem nördlichen Ortsende. Zumal es bei diesem Projekt laut Engelhardt "noch Abstimmungsbedarf" gibt.