In den Gängen und Ausstellungsräumen des Friedensmuseums Meeder beschwören Dokumente und Erinnerungsstücke ebenso den Schrecken des Krieges wie die Hoffnung auf Frieden. Drinnen im Veranstaltungssaal erklingen dann Lieder, die nostalgisch die guten Zeiten lebendig werden lassen. "Good Times" hat des Frauenterzett "Cantemus" sein neues Programm getauft, das einer Reise durch viele Jahrzehnte Pop-Geschichte gleicht.

Beflügelt vom Publikum

Der Andrang ist beträchtlich, nur mit Mühe lassen sich für sämtliche Zuhörer Stühle herbei tragen. Erika Kreuzer, Margot Czaplinski und Urte Koutschan haben gemeinsam mit ihrem Begleiter Sven Götz am E-Piano beachtlich zahlreiche Fans.
"Mit so vielen Besuchern hätten wir gar nicht gerechnet", freut sich denn auch Elke Bräutigam als Vorsitzende des Vereins "Friedensmuseum Meeder".

Als Eurovisions-Hymne hat das Prélude eines "Te Deums" von Marc Antoine Charpentier schier unverwüstliche Popularität erlangt. In einer schwungvollen Vokal-Bearbeitung eröffnet dieses Prélude eine Vortragsfolge, die munter von Karl Jenkins ("Cantilena") zu Henry Mancini ("Moon River"), von Paul Simon ("Bridge over troubled Water") zu Richard Rodgers ("Blue Moon") springt.

Irving Berlin hat darin mit seinem Song "Play for me am simple Melody" ebenso Platz Eric Claptons "Tears in Heaven". Die deutsche Version von Pete Seegers Friedens-Hymne "Sag mir, wo die Blumen sind", schlägt dann thematisch die Brücke zum Veranstaltungsort Friedensmuseum.

Spürbar beflügelt vom großen Andrang des ausgesprochen beifallsfreudigen Publikums demonstriert das Terzett Freude an unerschrockener stilistischer Vielseitigkeit und lebt die eigene Freude am Gesang mit ebenso großer Begeisterungsfreude wie Ausdauer aus. Den stets sicheren Rückhalt am E-Piano bietet Sven Götz, der zudem mehrfach auch als Bearbeiter in Erscheinung tritt. Mit seiner melodisch eingängigen Klavier-Ballade "Good Times" liefert er zudem den Titelsong des Programms.

Kein Wunder, dass das begeistert applaudierende Publikum im Friedensmuseum die Interpreten erst nach zwei Zugaben endgültig verabschiedet.