Der Ausbau der total maroden "Birkleite" kommt in die Gänge. Die Ausschreibung läuft, so dass im September dieses Jahres begonnen werden kann. Vorgesehen ist die Fertigstellung bis Ende 2018. Die Zeit drängt, denn mit der Fertigstellung der CO 13, der Umgehung von Ebersdorf, wird auch der Bahnübergang in der "Garnstadter Straße" dicht gemacht, so dass über die "Birkleite" in die Dorfmitte von Ebersdorf einzufahren ist. Der Gemeinderat stimmte bei seiner jüngsten Sitzung dem Vollzug der Baumaßnahme zu.

Vorab erläuterte Planer Uwe Weber das Vorhaben, das mit Kosten von 1,3 Millionen Euro im Haushalt der Gemeinde eingeplant ist, wobei staatliche Fördermittel fließen. Ausgebaut wird von der "Garnstadter Straße" bis zur "Canterstraße". "Die Birkleite hat eine wichtige innerörtliche Funktion einschließlich Schwerlastverkehr", sagte Bürgermeister Bernd Reisenweber (BG). "Sie wird eine Hauptzufahrtsstraße", fügte er hinzu. Die Ausbaubreite beträgt 6,5 Meter mit beidseitigen Gehwegen. Die Forderung der zuschussgebenden Regierung von Oberfranken, den Fahrbahnbelag geringer zu dimensionieren, stieß beim Gremium auf keine Gegenliebe. Darüber muss noch einmal gesprochen werden. Gemeinde und Planer hatten einen stärkeren Fahrbahnbelag damit begründet, dass sehr viel Schwerlastverkehr in der Birkleite vorhanden ist. Allerdings: Um dies nachzuweisen, fordert die Regierung eine Verkehrszählung. "Es wäre ein Witz hoch drei, wenn die Straße nicht richtig dimensioniert ist, um dem Schwerlastverkehr standzuhalten. In ein paar Jahren müssten wir dann wieder reparieren", meinte Gemeinderat Reiner Brückner (SPD).


Firma soll Parkplätze schaffen

Das Gremium suchte nach einer Lösung für die Parkproblematik im Bereich Finkenweg - Zufahrt zur Firma Bärmann - und fand keine, außer dass der Bürgermeister ein Gespräch mit der Firma suchen will mit dem Ziel, dass die Firma Bärmann bewogen werden soll, private Lkw-Stellplätze zu schaffen, indem sie ein gegenüberliegendes gemeindlichen Flurstücks kauft oder pachtet.

Einen 100.000 Euro teuren Ausbau des Finkenweges auf einer Länge von 100 Metern, der auf den Schwerlastverkehr ausgelegt ist, verwarf das Gremium aus Kostengründen. Vorausgegangen war eine Anordnung aus dem Jahr 2016, wonach das Parken von Lkw in der Zeit von 22 bis 6 Uhr untersagt wurde. Jedoch wird auch tagsüber die Ortsstraße Finkenweg durch wartende Lkw zugeparkt, was zu einer Engstelle führt mit erhöhtem Unfallrisiko, insbesondere bei der Begegnung mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung würde eine Ausdehnung des Halteverbots auf 24 Stunden nur dazu führen, dass Lastwagen in den umliegenden Wohngebieten abgestellt werden.

Nachdem die Rückbauarbeiten der 110-kV-Leitung abgeschlossen sind, können in Frohnlach weitere Bauplätze zur Verfügung gestellt werden. Deshalb soll das ruhende Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes "Am Weinberg" wieder aufgenommen werden, wobei Gemeinderat Dennis Busch (Ausschussgemeinschaft) anmahnte, die innerörtliche Bebauung nicht aus dem Auge zu verlieren.
Genehmigt wurde der Neubau eines Autohauses in Ebersdorf im Bereich "Coburger Straße".