"Ich bin enttäuscht von der Regierung von Oberfranken" sagte Bürgermeister Udo Döhler (UBV) in der Gemeinderatssitzung. In einem Gespräch in Bayreuth über den Umbau des ehemaligen katholischen Gemeindehauses zum Bürgerhaus war der ursprünglich im Gespräch gewesene Fördersatz von 90 Prozent auf 60 Prozent herabgesetzt worden.


Kopfschütteln über die Regierung

Trotzdem wurde einstimmig beschlossen, das Vorhaben weiter zu verfolgen und ein erneutes Gespräch mit der Regierung zu suchen. Der Rückzieher der Regierung in Sachen Fördersatz wurde im gesamten Gremium mit Kopfschütteln aufgenommen, insbesondere deswegen, da die Regierung die Gemeinde, wie Döhler formulierte, erst in die umfangreichere Planung getrieben habe.
Deshalb wurden beim Gespräch verschiedene Einsparmöglichkeiten besprochen. Auch mit dem von der Regierung vorgeschlagenen "Bürgerengagement" wusste keiner der Räte so richtig etwas anzufangen, insbesondere unter dem Hinweis auf eine Gewährleistung.
Erforderlich sei vorab eine vorbereitende Untersuchung aufgrund des vorliegenden integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek), dessen Kosten sich auf maximal 50 000 Euro belaufen könnten, die allerdings auch förderfähig sind. Auch dies wurde einstimmig beschlossen. In diesem Konzept sind unter anderem die zu ergreifenden Maßnahmen, ein Zeitplan und die Kostenschätzung festzustellen. Angedacht wurde auch eine Trennung in verschiedene Bauabschnitte wie Anbau mit einer Förderung von 60 Prozent und Sanierung mit der Quote von 90 Prozent.
Die Gesamtkosten der Gestaltung des Bürgerhauses einschließlich Grunderwerb wurden mit 2,7 Millionen Euro beziffert, wovon 2,5 Millionen Euro als förderfähig betrachtet wurden.
Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 1,2 Millionen bei einem Fördersatz von 60 Prozent im Rahmen des Programmes "Soziale Stadt". Abgesichert ist der kommunale Anteil bereits durch Aufnahme von 600 000 Euro in den Haushalt diesen Jahres und 650 000 Euro 2018.

Bebauungsplan Nach Würdigung der eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange wurde der Bebauungsplan "Esbach Nord-Ost" als Satzung beschlossen.

Wahlhelfer Das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer bei der Bundestagswahl am 24. September und für die in Dörfles-Esbach zum gleichen Zeitpunkt anstehende Bürgermeisterwahl wurde auf 40 Euro je Wahlhelfer festgelegt.

Spielplatzeröffnung Am 26.Juli um 16 Uhr wird der neu erstellte Spielplatz in der Schulstraße eingeweiht.